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Ein Wachteljahr in Waldeck-Frankenberg

Donnerstag, den 04. August 2011 um 14:18 Uhr Verfasst von  Klaus Rohde
Ein Wachteljahr in Waldeck-Frankenberg Foto: Nabu

WALDECK-FRANKENBERG. So häufig wie noch nie zuvor hörten Vogelkundler in diesem Jahr den „Wachtelschlag“. Kreisweit wurden bisher 215 rufende Wachtelmännchen festgestellt. Der NABU ruft alle Naturbeobachter auf, beim abendlichen Spaziergang in der Feldflur auf das typische „Pick-per-wick“ zu hören.

Wachtel, Wachteln, Wachteln …  beim NABU gingen in den vergangenen Wochen viele Meldungen ein. Während der bisherige Rekord im Landkreis bei 110 Revierhinweisen im Jahr 2009 lag, wurde in der vergangenen Woche das 200. rufende  Männchen entdeckt. Die meisten Vögel meldete Erika Höhle aus Mehlen: 19 rufende Männchen in der Gemarkung Böhne, 18 bei Buhlen, 15 bei Geismar und 13 bei Hundsdorf. Aus allen Teilen des Kreisgebietes gingen schon Meldungen ein. Die meisten Wachteln hielten sich in Gersten- und Weizenfeldern auf. Auch Raps- und Haferflächen sowie Wiesen gehören zum Lebensraum. Maisäcker werden dagegen kaum besiedelt. 


Scheu, verborgen und zudem gut getarnt leben die kleinen Hühnervögel meist am Boden. Dort scharrt das Weibchen eine Erdmulde, polstert sie mit Gras oder Laub aus und lebt ab Mai bis zu einem Dutzend Eier. Schon bald nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest und sind mit den Eltern unterwegs. Sie ernähren sich von Gras- und Wildkräutersamen, aber auch von Insekten, Spinnen und grünen Pflanzenteilen.


In diesem Jahr finden sie vermutlich ideale Lebensbedingungen in der Landschaft. Begünstigt durch die Trockenheit im Frühjahr fanden die Zugvögel gut Brutbedingungen. Lichte Getreidebestände und der magere Aufwuchs auf Wiesen und Weiden kamen den Wachteln sicher zugute, vermuten die Ornithologen. Während die Ernte der Wintergerste vielerorts schon abgeschlossen ist, sind die Rufe jetzt in Roggen- oder Weizenfeldern zu hören. Bis Anfang August lohnt sich laut NABU also ein abendlicher Spaziergang durch die Feldgemarkung. „Ohren auf, wo erklingt das Pick-wer-wick ?“, ruft der NABU auf. Weitere Reviere können per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gemeldet werden. Auch ein Eintrag in der Beobachtungsdatenbank auf der Homepage des NABU-Kreisverbandes www.nabu-waldeck-frankenberg.de ist möglich. Laut Wolfgang Lübcke vom NABU Edertal hängt die Rufaktivität von der Witterung ab. Sie häuft sich nach Regenfällen, auch bei niedrigen Temperaturen. Gewitterschwüle scheint die Aktivität noch anzuregen.


Im Rahmen einer landesweiten Kartierung für den Brutvogelatlas für Hessen wurde der Bestand auf 1000 bis 3000 Paare geschätzt. Starke Bestandsschwankungen sind schon aus der Vergangenheit bekannt. Hessen besitzt für die Verbreitung der Wachtel eine besondere Verantwortung. Sie ist von der Entwicklung der Agrarlandschaft abhängig. Der NABU befürchtet durch die Zunahme des Maisanbaus den Rückgang von Feldlerche, Rebhuhn oder Wachtel. Neben dem Lebensraumverlust im Brutgebiet gehört die Bejagung in den Winterquartieren Südeuropas und Nordafrikas zu den Hauptgefährdungsfaktoren. Die kleinen Hühnchen gehören dort zu den Delikatessen. In Deutschland werden sie häufig auch als Käfig- und Volierenvögel gehalten.

Zuletzt geändert am Freitag, den 05. August 2011 um 09:54 Uhr
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