Erneut zwei versuchte Enkeltrick-Anrufe: 1000 Euro waren Betrügern doch zu wenig

Mittwoch, den 04. Juli 2012 um 14:54 Uhr Verfasst von 
Am Mittwochnachmittag kam es in Siegen erneut zu zwei versuchten Enkeltrickbetrügereien. Die Täter gingen jedoch in beiden Fällen leer aus. Am Mittwochnachmittag kam es in Siegen erneut zu zwei versuchten Enkeltrickbetrügereien. Die Täter gingen jedoch in beiden Fällen leer aus. Foto: ots / Archiv

SIEGEN. Am Mittwochnachmittag kam es in Siegen erneut zu zwei versuchten Enkeltrickbetrügereien. Die Täter gingen jedoch in beiden Fällen leer aus.

Gegen 15.30 Uhr erhielt zunächst eine 65-jährige Geisweiderin einen Telefonanruf einer weiblichen Person, die sich als nahe Verwandte ausgab, die sich gerade in Kreuztal befinde, da sie dort eine Eigentumswohnung gekauft habe. Nunmehr benötige sie 18.000 Euro, um den vorherigen Eigentümer auszuzahlen. Ihre Bank habe jedoch einen Fehler gemacht und das Geld nicht fristgerecht überwiesen. Sollte sie bis Freitag nicht den vollen Betrag bezahlt haben, müsse sie zusätzliche 5000 Euro an den Verkäufer entrichten. Die Geisweiderin wurde dann von der "lieb en Verwandten" gefragt, ob sie der Anruferin die 18000 Euro leihen könne. Als die 65-Jährige entgegnete, dass sie nicht über so viel Geld verfüge, erklärte sich die Anruferin auch mit 5000 Euro einverstanden. Als die Geisweiderin jedoch erklärte, dass sie lediglich 1000 Euro von ihrem Konto abheben könne, erschien der Anruferin dieser Betrag offenbar nicht lohnenswert und das Telefonat wurde kurz darauf von ihr beendet.

Etwa zwei Stunden später schellte dann das Telefon einer 85-jährigen Siegenerin. Die Anruferin gab sich als deren Tochter aus und begrüßte die Angerufene mit "Hallo Mutti". Als die 85-Jährige entgegnete, dass sich die Stimmen ihrer Tochter doch ganz anders anhören würde, antwortete die Anruferin, dass die Stimme am Telefon doch verzerrt sei. Auch diese Trickbetr&uum l;gerin gab nun vor, dass sie sich gerade ein Appartement gekauft habe, bei der Überweisung der Kaufsumme jedoch etwas schief gelaufen sei und sie nun 5000 Euro für Anwaltsgebühren zahlen müsse. Als die vermeintliche Tochter sich dann danach erkundigte, wie viel Geld die 85-Jährige zuhause habe, um ihr helfen zu können und wie viel sie auf dem Konto haben würde, ging die Siegenerin Gott sei Dank auf diese Fragen überhaupt nicht ein, gab stattdessen vor, nur 50 Euro auf dem Konto zu haben....so dass die Sache für die hinterhältige Anruferin damit schnell beendet war.

Die Polizei schließt weitere gleichgelagerte Anrufe nicht aus und rät daher insbesondere älteren Menschen zu entsprechender Vorsicht. Im Fall eines versuchten Enkeltrick-Anrufs sollten sich die Angerufenen sofort über den polizeiliche n Notruf 110 mit der Polizei in Verbindung setzen.