Versuchte Tötung: Polizei sucht Gelände nach Tatwaffe ab

Dienstag, den 13. September 2011 um 13:15 Uhr Verfasst von 

GLADENBACH. Nach der versuchten Tötung in Gladenbach am 3. September suchte am Dienstagmorgen ab 10 Uhr ein Zug der Bereitschaftspolizei die Umgebung erneut nach Beweisen - und vor allem dem Messer als Tatwaffe - ab.

Am Samstag, 3. September, war es bei der Feier an einer Grillhütte zu dem fast tödlichen Streit gekommen: Mehrere männliche Personen stritten sich um eine Frau. Und dieser Streit resultierte in einer Messerstecherei, in deren Verlauf ein 35-jähriger Mann aus Gladenbach schwerste Verletzungen erlitt.

Heute nun suchte ein Zug der Bereitschaftspolizei gemeinsam mit der Kripo Marburg das Gelände erneut nach Beweisen und der Tatwaffe ab. Unterstützt wurden die etwa 40 Beamten von zwei Polizisten der technischen Einsatzeinheit aus Wiesbaden. Die Beiden suchten das Gelände mit Metallsuchgeräten ab, unterstützten die Kollegen der Bereitschaftspolizei aber auch mit dem Einsatz einer Motorsense.

Die Absuche rund um die Grillhütte erwies sich phasenweise als sehr schwierig. So befindet sich neben dem Platz mit der Grillhütte beispielsweise eine Abladestelle für Ast- und Baumschnitt - dort lagen die Äste mehr als einen Meter hoch, bildeten ein dichtes Dickicht. Ein Polizist, der namentlich nicht genannt werden wollte, erläutert: "Unsere Metallsuchgeräte reichen, je nach Dichte des Bodens, bis 40 Zentimeter tief. Aber zum Glück muss sich das, was wir suchen, ja an der Oberfläche befinden." 

Im Bereich des Strauchschnitts erhöhe sich die Reichweite der Metallsuchgeräte sogar noch ein wenig, da die Struktur wesentlich luftiger sei. "Ich hoffe nur", so der Polizist, "dass wir die Ersten sind, die den Astschnitt betreten. Denn mit jeder Erschütterung können Gegenstände tiefer in die Hohlräume rutschen."

Während die Polizisten des technischen Diensts mit den Metallsuchgeräten unterwegs waren, suchten die Kollegen Hecken, Sträucher und die anliegenden Gärten ab. 

Ob die Absuche des Geländes rund um den Tatort erfolgreich war, dazu hüllten sich Polizei und Staatsanwaltschaft hingegen in Schweigen - eine Auskunft wurde auf Anfrage des 112-magazin nicht erteilt. (as)

Zuletzt geändert am Dienstag, den 13. September 2011 um 21:19 Uhr

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