Zwei Festnahmen nach Drogendeal

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 10:41 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Polizei nahm einen Drogendealer und einen seiner Kunden vorläufig fest. Die Polizei nahm einen Drogendealer und einen seiner Kunden vorläufig fest. Foto: pfa/Archiv

KASSEL. Einen 19-jährigen Drogenabhängigen und seinen 33 Jahre alten Lieferanten haben Polizisten in der Kasseler Nordstadt festgenommen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler wenig später unter anderem 164 Gramm Marihuana.

Weil er sich äußerst verdächtig verhielt und sich auch ständig nervös umschaute, behielten Fahnder der Polizeiautobahnstation Baunatal einen jungen Mann um die 20 im Blick, der ihnen am Montagnachmittag um kurz nach 16 Uhr auf der Bunsenstraße in der Kasseler Nordstadt aufgefallen war. Kurz darauf kam es zum Zusammentreffen mit einem etwas älteren Mann, das offenbar verabredet schien. Beide Personen verhielten sich dabei sehr konspirativ und reichlich verdächtig.

Gemeinsam gingen beide dann zu einem nahe gelegenen Wohnhaus und verschwanden in einer der Wohnungen. Als der jüngere Mann gegen 16.45 Uhr das Haus verließ, wurde er auf der Straße von den Fahndern angehalten und überprüft. Der 19-Jährige aus Kassel roch stark nach Marihuana und hatte eine kleine Portion von rund fünf Gramm dabei. Er wollte den aber Polizisten nicht verraten, wo er den Stoff her hatte. Flankierende Ermittlungen hatten aber bereits ergeben, dass es sich bei seinem Kontaktmann und vermutlichen Lieferanten um einen 33 Jahre alten Mann aus Kassel handeln dürfte, der in dem Haus eine Wohnung hat.

Durchsuchung angeordnet: 164 Gramm Marihuana gefunden
In der Tat handelte es sich um den Mann, den die Fahnder noch kurz zuvor zusammen mit dem 19-Jährigen beobachtet hatten. Aus seiner Wohnung strömte starker Marihuana-Geruch, das Betreten der Wohnung verweigerte der 33-Jährige den Beamten allerdings und verlangte für die Durchsuchung eine Anordnung durch den Staatsanwalt. Die bekam er dann auch prompt. Die Beamten blieben nämlich mit dem Verdächtigen so lange in der Tür stehen, bis der Bereitschaftsstaatsanwalt die Wohnungsdurchsuchung wegen eines Anfangsverdachts auf Handel mit Betäubungsmitteln anordnete. "Das ging sehr zügig", sagte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. Wie auch die anschließende Wohnungsdurchsuchung, die 164 Gramm Marihuana und weitere Gebrauchsutensilien zu Tage förderte. Der Stoff wurde sichergestellt.

Vor der Polizei wollten beide Verdächtigen keinerlei Angaben machen. Beide werden sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen Drogenbesitzes verantworten müssen, der 33-Jährige zusätzlich wegen des Verdachts auf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Da keine Haftgründe vorlagen, wurden beide Männer nach Abschluss der polizeilichen Sofortmaßnahmen am frühen Abend wieder auf freien Fuß gesetzt.