Unfall mit Schwerverletztem und Flucht: Fahrer stellt sich

Mittwoch, den 07. Dezember 2016 um 15:16 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Aus diesem Fahrzeug musste die Feuerwehr einen Schwerverletzten befreien. Der Fahrer hatte zu Fuß die Flucht angetreten. Inzwischen stellte er sich der Polizei. Aus diesem Fahrzeug musste die Feuerwehr einen Schwerverletzten befreien. Der Fahrer hatte zu Fuß die Flucht angetreten. Inzwischen stellte er sich der Polizei. Foto: Polizeipräsidium Nordhessen

KASSEL. Der Autofahrer, nach dem die Kasseler Polizei seit Donnerstag wegen Unfallflucht, unterlassener Hilfeleistung und Urkundenfälschung fahndete, hat sich bei den Ermittlern gemeldet. Über eine Rechtsanwältin räumte der aus Kassel stammende 29-Jährige ein, der gesuchte Fahrer eines Unfalls mit einem Schwerverletzten und Flucht auf Dresdner Straße zu sein.

Wie die mit den Ermittlungen betrauten Beamten der Unfallfluchtgruppe der Verkehrsinspektion Kassel berichten, gab der 29-Jährige seine Beteiligung zu, machte aber bislang keine detaillierten Angaben zum Unfallgeschehen. Er war bereits am Tag des Unfalls ins Visier der Ermittler geraten. Der Vorbesitzer des nicht zugelassenen Unfallwagens legte einen Kaufvertrag vor, der den 29-Jährigen als neuen Besitzer des verunfallten Volvos auswies.

Bei dem Unfall war in der Nacht zu Donnerstag ein 20-Jähriger aus Söhrewald, der als Beifahrer in dem Unfallwagen saß, schwer verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt worden. Der junge Mann wird seitdem stationär in einem Kasseler Krankenhaus behandelt. Er soll sich aber auf dem Weg der Besserung befinden, teilte Polizeisprecher Torsten Werner am Mittwoch mit.

Der 20-Jährige hatte den 29 Jahre alten Unfallfahrer erst kurz zuvor in einem Schnellrestaurant kennengelernt. Nach einem Gespräch über Autos unternahmen die beiden Männer eine Probefahrt mit dem Volvo. Dabei ereignete sich der Unfall auf der Dresdener Straße. Der Fahrer flüchtete zu Fuß und ließ den Schwerverletzten im Wagen zurück. Die Feuerwehr befreite den 20-Jährigen aus dem demolierten Auto und brachte ihn ins Krankenhaus.

Der 29-Jährige, der sich inzwischen zu dem Unfall bekannte, muss sich nun wegen des Verdachts der Unfallflucht, unterlassener Hilfeleistung und Urkundenfälschung verantworten - am Wagen waren nämlich Kennzeichen eines anderen Autos angebracht. Zudem ist der 29-Jährige derzeit auch nicht im Besitz eines Führerscheins, weshalb auch ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis eingeleitet wurde. (ots/pfa)  

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 07. Dezember 2016 um 17:07 Uhr