Suche nach vermisstem Bewohner wird fortgesetzt

Montag, den 26. September 2016 um 10:12 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Der 58-jährige Lothar S. aus der Hephata-Behindertenhilfe in Treysa wird seit Samstagnachmittag vermisst. Der 58-jährige Lothar S. aus der Hephata-Behindertenhilfe in Treysa wird seit Samstagnachmittag vermisst. Foto: Hephata/Montage: pfa

SCHWALMSTADT. Die groß angelegte Suchaktion nach dem vermissten Hephata-Bewohner Lothar S. aus Schwalmstadt-Treysa hat bis Sonntagabend zu keinem Erfolg geführt. Die Suche wurde am Montagmorgen fortgesetzt und läuft auf Hochtouren. "Dabei zählen wir auch weiterhin auf die Unterstützung von Polizei, Feuerwehr und Suchhundestaffeln", betonte Hephata-Direktorin Judith Hoffmann.

Neben den Polizeibeamten aus Schwalmstadt und Mitarbeitenden der Hephata Diakonie waren am Sonntag mehr als 120 ehrenamtliche Feuerwehrleute aus allen Stadtteilen Schwalmstadts sowie mehrere Rettungshundestaffeln des DRK und ein Polizeihubschrauber aus Egelsbach im Einsatz. "Bei allen Einsatzkräften bedanken wir uns ganz herzlich für ihr großes Engagement bei der Suchaktion", sagte Hoffmann. Beim Polizeiführer vom Dienst im zuständigen Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel hat die Hephata-Direktorin am Sonntagabend darum geworben, dass die Suche schnellstmöglich fortgesetzt werden möge. So sollten zwei speziell ausgebildete Personenspürhunde von der Suchhundestaffel Werra-Meißner aus Hessisch Lichtenau nach Treysa kommen. Am Sonntag waren ausschließlich Flächensuchhunde im Einsatz. Während sie jeden menschlichen Fund anzeigen und ohne Geruchsprobe suchen, verfolgt ein Personenspürhund, auch Mantrailer genannt, die Spur anhand des individuellen Geruchs einer vermissten Person.

"Alle Hephata-Mitarbeitenden auf dem Stammgelände in Treysa haben wir per E-Mail gebeten, gleich am Montagmorgen bei Dienstbeginn sämtliche Räume sowohl in den Wohnbereichen als auch in den Büros, Schulen und in den Werkstätten noch einmal zu durchsuchen", berichtete Hoffmann. Die Einsatzkräfte hatten diese zwar gemeinsam mit Hephata-Mitarbeitenden am Sonntag schon einmal getan - "wir müssen aber auf jeden Fall überall noch wenigstens ein weiteres Mal genau nachschauen", sagte die Direktorin. Dies gelte auch für die Außenbereiche auf dem Hephata-Stammgelände und in dessen Umfeld.

Weiterhin um Hinweise gebeten wird natürlich auch die Bevölkerung. Von Lothar S. fehlt seit am Samstagnachmittag jede Spur. Der Vermisste trägt eine schwarze Hose mit Hosenträgern und ein gestreiftes Polo-Shirt. Er kann nur eingeschränkt sprechen. Der 58-Jährige ist 1,67 Meter groß, hat dunkelbraun-graue Haare und ist von schlanker Statur.

Da der Bewohner der Hephata-Behindertenhilfe körperlich zwar fit ist, sich allerdings außerhalb des Hephata-Geländes nicht orientieren kann, könnte er sich durchaus auch in einer Ortslage in der Umgebung oder in Feld und Wald aufhalten. Hephata-Direktorin Hoffmann: "Wir hoffen weiterhin inständig, dass es mit Unterstützung der vielen Helferinnen und Helfer gelingt, Herrn S. möglichst wohlbehalten zu finden."

Hinweise zum Verbleib des Vermissten erbittet die Polizeidienststelle Ziegenhain, Telefon 06691/943-0. (r/ots/pfa) 

Zuletzt geändert am Montag, den 26. September 2016 um 10:29 Uhr