Vermisste Mutter und beide Töchter aufgegriffen (aktualisiert)

Mittwoch, den 01. Juni 2016 um 08:18 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Polizei nahm die Frau und ihre Kinder in Obhut und brachte die Familie zunächst ins Präsidium. Die Polizei nahm die Frau und ihre Kinder in Obhut und brachte die Familie zunächst ins Präsidium. Foto: pfa/Archiv

KASSEL. Die vermisste und per Öffentlichkeitsfahndung gesuchte 48 Jahre alte Ulrike M. und ihre beiden sieben und zehn Jahre alten Töchter sind in Kassel aufgegriffen worden - unversehrt.

Ein Zeuge, der über die Medien von der Suche informiert war, gab den entscheidenden Hinweis. Er meldete sich am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr bei der Kasseler Polizei und gab an, die gesuchte Familie auf einer Parkbank an der Schanzenstraße im Kasseler Stadtteil Kirchditmold gesehen zu haben. Eine Funkstreife des Polizeireviers Süd-West nahm die Mutter und ihre beiden Töchter nur wenige Minuten später in ihre Obhut und brachte sie ins Präsidium.

Nach der Frau und ihren Töchtern, die seit dem vergangenen Jahr wohnungslos sind, war am Dienstag per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden. Die Kinder sollten sich in einem schlechten Allgemeinzustand befinden, die Mutter bedürfe ärztlicher Hilfe, hieß es.

Nach dem Anruf des Zeugen am Mittwochmorgen eilte eine Funkstreife des Polizeireviers Süd-West zu der genannten Stelle und traf die drei Vermissten in der Zentgrafenstraße, Ecke Brunnenstraße an. Sowohl die Mutter als auch ihre Kinder machten auf die Beamten zunächst einen überraschten Eindruck, verhielten sich aber ruhig und ließen sich zum Polizeipräsidium bringen. Gegenüber den mit den Ermittlungen betrauten Kriminalbeamten des K 11 machte die Mutter keine Angaben zum bisherigen Aufenthalt. Bekannten und Angehörigen zufolge lebte die Familie seit ihrem Verschwinden im September 2015 größtenteils auf der Straße. Wie die Ermittler berichten, sind die Mutter und ihre Töchter in einem körperlich unversehrten Zustand. Die beiden Mädchen werden nun dem Jugendamt, die 48-Jährige zunächst dem sozialpsychiatrischen Dienst in Obhut gegeben.

"Die Polizei bedankt sich sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Medien für die Unterstützung bei der Suche", sagte am Mittwoch Polizeisprecher Torsten Werner.

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 01. Juni 2016 um 15:14 Uhr