Enkeltrick: Bankmitarbeiter verhindern dreisten Betrug

Dienstag, den 01. September 2015 um 11:24 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Mit dem "Enkeltrick" wollten bislang noch unbekannte Täter eine 88 Jahre alte Frau um ihre Ersparnisse betrügen. Der Versuch scheiterte. Mit dem "Enkeltrick" wollten bislang noch unbekannte Täter eine 88 Jahre alte Frau um ihre Ersparnisse betrügen. Der Versuch scheiterte. Foto: pfa/Archiv

WOLFHAGEN. Der Aufmerksamkeit von Mitarbeitern eines Geldinstituts in Wolfhagen ist es zu verdanken, dass eine 88 Jahre alte Frau von Betrügern nicht um ihre Ersparnisse gebracht wurde. Als die Rentnerin am Freitag bei der Bank 12.000 Euro abheben wollte, klingelten bei den umsichtigen Angestellten die Alarmglocken - sie verständigten die Tochter der Seniorin. Danach flog der Schwindel der Betrüger schnell auf.

Laut Polizei hatten die bislang unbekanten Täter die Rentnerin am Freitagvormittag gegen 10 Uhr angerufen. Sie täuschten eine finanzielle Notlage der Nichte der 88-Jährigen vor: Diese benötige für ein Geschäft dringend 17.000 Euro. Die Rentnerin hegte keinen Argwohn: Mit einem Taxi, das die Täter bestellt hatten, fuhr sie zur Bank und hob 12.000 Euro ab. Die Abhebung kam den Bankmitarbeitern aber eigenartig vor: Sie informierten umgehend die Tochter der 88-Jährigen - die Tochter führte dann auch die weiteren Telefonate mit den Tätern. Die fühlten sich daraufhin schnell ertappt und beendeten abrupt das Gespräch.

Im gleichen Zeitraum kam es laut Polizei zu sechs weiteren versuchten "Enkeltricks" im Bereich Lohfelden, Zierenberg und Fritzlar. In allen Fällen kam es aber zu keiner einzigen Geldübergabe. Die für Trickbetrug zuständigen Beamten des Kommissariats 23/24 bitten Zeugen, die Hinweise zu dem Fall geben können, sich unter 0561/9100 bei der Polizei in Kassel zu melden.

In diesem Zusammenhang macht die Polizei eindringlich darauf aufmerksam, misstrauisch und sehr vorsichtig zu sein, wenn ein Anrufer am Telefon Geld verlange. Auf alle Fälle sollte sich der Angerufene vergewissern, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Verwandten handelt - beispielsweise durch einen Rückruf unter einer bekannten Telefonnummer. Bei verdächtigen Sachverhalten solle die Notrufnummer 110 angerufen werden.

Die für Trickbetrug zuständigen Beamten bitten Zeugen, die Hinweise zu dem geschilderten Fall geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 bei der Polizei in Kassel zu melden.

-Anzeige-

Zuletzt geändert am Dienstag, den 01. September 2015 um 18:19 Uhr