Enkeltrick: 89-Jährige riecht den Braten, Täter gehen leer aus

Mittwoch, den 13. Mai 2015 um 15:04 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Mit dem Enkeltrick hat ein Unbekannter versucht, eine 89-Jährige um 10.000 Euro zu betrügen. Die Frau roch den Braten und alarmierte die Polizei. Mit dem Enkeltrick hat ein Unbekannter versucht, eine 89-Jährige um 10.000 Euro zu betrügen. Die Frau roch den Braten und alarmierte die Polizei. Foto: pfa/Archiv

KASSEL. Schon wieder eine Folge aus der Serie "Enkeltrick": Mit dieser Masche haben unbekannte Täter am Dienstag versucht, eine Rentnerin per Telefon um 10.000 Euro zu betrügen. Die Präventionsarbeit der Kasseler Polizei trägt aber offensichtlich Früchte: Die Rentnerin roch den Braten, die Täter gingen leer aus.

Wie die Polizei mitteilt, rief am Dienstag gegen 13 Uhr ein unbekannter Mann bei einer 89-jährigen Frau aus dem Kasseler Stadtteil Kirchditmold an und gab vor, ihr Neffe zu sein. Im Verlauf des Gesprächs bat er die Rentnerin um 10.000 Euro, da er sonst sehr viel Geld verlieren würde. Die 89-Jährige wurde aber argwöhnisch: Sie ging nicht auf die Forderungen ein und beendete das Gespräch. Zudem setzte sie umgehend die Polizei über den Fall in Kenntnis.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei in Kassel nochmals eindringlich vor dem in vielen Variationen bekannten Enkeltrick: Die Täter geben sich meistens als nahe Angehörige aus und versuchen telefonisch ihre Opfer zu überreden, größere Summen an einen Boten zu übergeben. Als Grund werden Notfälle oder finanzielle Probleme vorgegeben. Oft geben die Täter auch vor erkältet zu sein, um die ungewöhnliche Stimmfarbe zu erklären. Die Polizei rät daher, immer misstrauisch zu sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben. Auch sollten nie Einzelheiten zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgegeben werden.

"Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache. Notieren Sie sich wenn möglich die Rufnummer. Übergeben Sie niemals Geld an Fremde", lautet die Mahnung der Polizei. Bei verdächtigen Kontaktaufnahmen sollte umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110 alarmiert werden.

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 14. Mai 2015 um 05:19 Uhr