Zahlreiche Glätteunfälle: Über 150.000 Euro Schaden

Dienstag, den 27. Januar 2015 um 17:04 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Foto: pfa/Archiv

MARBURG-BIEDENKOPF. Bei zahlreichen Glätteunfällen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist ein Gesamtschaden von mehr als 150.000 Euro entstanden. Einige der Unfälle führten zu Straßensperrungen und Behinderungen.

Witterungsbedingt ereigneten sich am Dienstag zwischen 3 und 8.30 Uhr insgesamt 23 bei der Polizei gemeldete Verkehrsunfälle, die meisten davon ab 5 Uhr. Bei keinem dieser Unfälle gab es Schwerverletzte. Einige dieser Unfälle führten durch notwendige Sperrungen zu lang dauernden Verkehrsbehinderungen. Zusätzlich dürfte es noch zu einer Vielzahl von Rutschpartien mit Kollisionen ohne polizeiliche Unfallaufnahme gekommen sein.

Am Halsdorfer Kreisel rutschte gegen 3 Uhr ein 40-Tonner in einen Graben. Ein zweiter Lastwagen folgte und danach war die Straße bis 5.30 Uhr blockiert. Auf der eisglatten Bundesstraße 62 drehte sich um etwa 6.20 Uhr ein Sattelzug mit Anhänger und schlidderte auf die Mittelinsel des Sterzhäuser Kreisels. Das führte zu einem Stau, bei dem fast eine Stunde für die Autofahrer mit Ziel Marburg nichts mehr ging. Für die Bergung war dann zwischenzeitlich eine Vollsperrung nötig. Die Bergungsarbeiten dauerten bis gegen 14 Uhr.

Auf der Bundesstraße 3, Höhe Niederweimar, ereigneten sich gleich fünf glättebedingte Unfälle. Bei einem Alleinunfall erlitt ein Autofahrer leichte Verletzungen. Drei Unfälle endeten "nur" mit Sachschäden.

Der schadensträchtigste Unfall passierte um 5 Uhr. Die Aufräumarbeiten dauerten bis gegen 13 Uhr an. Allein bei diesem Unfall entstand ein Sachschaden von mehr als 120.000 Euro. Der Lastwagenfahrer und sein 23-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. Der 27-jährige Brummifahrer war ins Schleudern geraten und stand nach der Beschädigung von mehr als 50 Metern Leitplanke letztlich quer auf der Straße. Der 32-jährige Fahrer eines kleinen Räumfahrzeugs, eines Suzuki Jimny, prallte gegen den Auflieger.

Straßenglätte nicht sofort erkennbar
Die Polizei bittet die Autofahrer um besondere Vorsicht sowie vorausschauende und zurückhaltende Fahrweise. Bei den gegenwärtigen, schneelosen Witterungsverhältnissen ist die Straßenglätte nicht unbedingt sofort erkennbar. Selbst wenn es bei Fahrtantritt zu Hause oder im Ort noch nicht glatt ist, heißt das nicht, dass das überall so ist.

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Zuletzt geändert am Dienstag, den 27. Januar 2015 um 17:45 Uhr