Warburg: Brand in Notunterkunft durch Zigarette ausgelöst

Donnerstag, den 08. Januar 2015 um 19:24 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Feuerwehrleute waren unter Atemschutz in dem Gebäude tätig. Die Feuerwehrleute waren unter Atemschutz in dem Gebäude tätig. Fotos: Feuerwehr Warburg

WARBURG. Das Feuer, das am frühen Donnerstagmorgen in einer Asyl- und Notunterkunft ausbrach, ist durch eine Zigarettenkippe entstanden. Diese hatte bereits am Mittwochnachmittag eine Matratze in Brand gesetzt. Von den Bewohnern nicht ausreichend abgelöscht, entflammte sie in der Nacht erneut.

Die Ermittler der Kriminalpolizei "gehen davon aus, dass das Feuer durch einen unsachgemäßen Gebrauch von Zigaretten ausgelöst wurde", sagte am Donnerstagnachmittag ein Polizeisprecher. Ein Mann erlitt leichte Brandverletzungen. Die Kripo ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen einen Bewohner.

Das mehrgeschossige Haus wird von der Stadt Warburg zur Unterbringung von Obdachlosen und Asylbewerbern genutzt. Am Donnerstagmorgen war gegen 2.50 Uhr das Feuer im Haus ausgebrochen. Eine Bewohnerin hatte den Rauch bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst war im Einsatz (wir berichteten am Morgen, zum Artikel hier klicken).

Die Brandermittlungen der zuständigen Kripo begannen bereits in der Nacht und dauerten bis zum Mittag an: Ursächlich ist höchstwahrscheinlich ein Schwelbrand in einer Wohnung im Erdgeschoss: Bereits am Mittwochnachmittag hatte sich dort durch den fahrlässigen Umgang mit einer Zigarette ein kleines Feuer entzündet. Drei Bewohner löschten die brennende Matratze mit einigen Eimern Wasser. Offenbar erstickten sie die Flammen nicht vollständig; das Feuer flackerte in der Nacht erneut auf und setzte das Zimmer in Brand. Die Kripo ermittelt nun gegen den alkoholisierten 47-jährigen Mann wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung.

Bei den Löschversuchen am Mittwochnachmittag verletzte sich ein 32-jähriger Mann leicht. Die weiteren 18 Hausbewohner blieben unverletzt. Den beim Brand in der Nacht entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 10.000 Euro. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund lagen zu keiner Zeit vor.


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Feuerwehr Warburg

Zuletzt geändert am Freitag, den 09. Januar 2015 um 06:48 Uhr