Klaus Rohde

Klaus Rohde

Trichinen - Lehrgang

Sonntag, den 16. Oktober 2011 um 07:52 Uhr

Mühlhausen . Trichinen - Lehrgang 

Die Waldeckische Jägerschaft veranstaltet am Freitag, 28. Oktober ab 19 Uhr einen Lehrgang im Umgang mit der Entnahme der Proben von Schwarzwild  zu der gesetzlichen  Trichinenschau im  Landgasthof Kiepe  in  Mühlhausen.

Dozentin ist Bettina Elsner von der Veterinärbehörde im Landkreis Waldeck - Frankenberg.

Durch diese Unterweisung verringern sich die Untersuchungskosten für die Trichinenschau von 13,-e auf ca. 3 ,-€

Die Kosten für den Lehrgang belaufen sich auf 25,-€ pro Person

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es muss eine namentliche Anmeldung erfolgen.

Interessenten wenden sich bitte an: Tobias Brun, Tel.: 0163 - 7773005

Text: Klaus Rohde

Das sollten Sie über Trichinen wissen:

Trichinen (Trichinella) sind eine Gattung winziger Fadenwürmer (Stamm Nematoda) mit parasitischer Lebensweise. Säugetiere, damit auch Menschen, und Vögel dienen als Zwischen- und Endwirt. Hauptüberträger auf den Menschen sind Schweine bzw. deren roh, z. B. als Mett verzehrtes oder ungenügend gegartes Fleisch. Durch Kochen oder große Kälte können Trichinen abgetötet werden, allerdings nicht durch Räuchern.

Das durch Trichinen hervorgerufene Krankheitsbild wird als Trichinellose bezeichnet, wobei der Mensch gewöhnlich ein Fehlwirt ist, da er nicht von potentiellen Endwirten gefressen wird und so nicht zur weiteren Fortpflanzung der Trichinen beiträgt. Akute Infektionen des Menschen mit Trichinella spiralis sind in Deutschland meldepflichtig. Die Trichinenuntersuchung ist eine Pflichtuntersuchung von Fleisch für den menschlichen Verzehr

Quelle: Wikipedia

 

Entenjagd

Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 08:48 Uhr

Diemelsee. Entenjagd . Stefan Völlmeke hat zur Entenjagd geblasen und meinen Freund Karl Brocke aus Stormbruch und mich dazu eingeladen. Es regnet in Stömen.  Das Treffen findet in der Jagdhütte bei Padberg statt, schnell wird man auch mit den anderen Jägern bekannt und schon werden die Flinten in´s Auto gepackt, die Hunde dazu und ab geht´s an die Diemel.

Über der Brücke von Padberg nach Marsberg werden die Autos abgestellt, Heribert, der Älteste soll sich unterhalb der Brücke positionieren. Ich denke mir noch ob das bei der Höhe gut geht, da höre und sehe ich auch schon das Heribert mit samt Hund und Waffe eine Bruchlandung gen Diemel macht. Klatschnass richtet sich Heribert auf und versucht ein Lächeln. Der gut gemeinte Rat eines Mitjägers er solle langsam machen, kommt zwar zu spät sorgt aber für Gelächter.

Stefan stellt nun die anderen Jäger an, Karl Brocke steht rechts von mir. Für ihn ist die Entenjagd eine Premiere. Ich wünsche ihm , das er eine oder zwei Enten erlegt. Stefan hat uns einen guten Stand zugewiesen. Nun wird Hero, der DD - Rüde geschnallt, entlang der Diemel sucht der Hund systematich mit hoher Nase  nach Enten und....steht vor. Das Kommando des Rüdeführers "voran ", lässt den Hund in die Uferböschung gleiten und ein Pulk  von Enten steigt in den Himmel. Es fallen 6 Schüsse und 3 Enten verlieren ihr Leben.

Die Enten werden nacheinander von dem DD- Rüden apportiert. Die Dritte muss Heribert selbst mit seiner noch jungen Hünden aus dem Wasser bergen, da er bereits nass bis auf die Haut ist, scheint ihm das nichts mehr aus zu machen. Er freut sich über seine Ente.

Nun ist Eile geboten, der Entenstrich entlang der Diemel wird bei Dämmerung eintreten. Wir verlegen Diemelaufwärts und schnell sind wir wieder in unserem Element. Die ersten Enten streichen auf uns zu. Schüsse fallen, aber... vorbei, vorbei,  vorbei...Die nächsten Enten fallen ein und wieder hallen die Schrotschüsse durch das Diemeltal. Nein, wir haben kein Waidmannsheil mehr, Diana ist uns nicht wohl gesonnen.  Bis zur Dunkelheit bleibt es bei den 3 Enten, trotz allem ein Erfolg, auch für die Hunde, die ganz hervoragend gearbeitet haben.

Durchgefroren und Nass treffen wir gegen 19:30 h bei der Jadghütte  ein. Der Bullerjahn wird mit Holz gefüttert und schon bald hüllt uns eine wohlige Wärme ein. Stefan tischt eine herzhafte Brotzeit auf, ein Bier und ein Schnäppsken lassen die Laune noch besser werden. Es wird philosophiert, die Schussergebnisse, die nötigen Korrekturen usw. besprochen. Ein geselliger Abend halt...

Gegen 23:00 Uhr holt mich meine Frau ab und ein schöner, erfolgreicher  Jagdabend neigt sich dem Ende .

Ich sage dem Beständer Stefan Völlmecke,  Heribert, Uwe, Theodor, Elmar und Christian herzlichen Dank für diesen Jagdtag

Text: Klaus Rohde                   Bilder: Klaus Rohde

  

 

Sauen im Revier

Donnerstag, den 08. September 2011 um 16:00 Uhr

STORMBRUCH .   Nun hat sich der Sommer verabschiedet und es wird langsam herbstlich am Diemelsee.

Das Getreide  der Bauern ist  geerntet und die Nil und Kanadagänse laben sich an den Resten der Frucht auf den Feldern.

Die Buchen und Eichen werfen bereits seit einigen Tagen ihre Mast ab und in mir werden alte Erinnerungen geweckt. Vor zwei Jahren hatten wir einen  ebenso reich gedeckten Tisch durch die Bucheckern  und  Eicheln, so dass die Sauen sich aus den Fichtendickungen in NRW in die Eschenseite verabschiedeten. Hier fanden sie tonnenweise Futter, teils lagen die Eicheln auf dem Waldboden 2 cm hoch. Wer hatte da schon an´s Kirren gedacht ? Wohl niemand. Heute ist es wieder so und ich beschließe in den Morgenstunden des 07.09.2011 auf Sauen zu jagen.

Natürlich regnet es in strömen als ich mich um 04:00 Uhr aus dem Bett quäle. So richtig Lust habe ich bei diesem Wetter nicht. Aber, gesagt, getan, einen Kaffee aufgebrüht, Zähne geputzt und den Waffenschrank aufgeschlossen. Die Hunde stehen schon Gewehr bei Fuss und als ich meine Mauser 03 aus dem Schrank hole, wissen die beiden, was die Stunde geschlagen hat. Voller Erwartung springen sie in den Geländewagen, die Waffe verstaut, die Muntion  in der Tasche , den Lodenmantel übergeworfen und schon sind wir in der Dunkelheit bei starkem Wind auf dem Weg in´s Revier. Bis zur Jagdhütte sind es etwa 10 Minuten.

Dort angekommen lade ich die Waffe, nehme meine Hunde und setzte mich auf einen Holzstapel und warte bis es heller wird. Ich prüfe den Wind und bin mir sicher, dass ich bei diesem Wechselwind kein Jagdglück  haben werde. Die Vögel beginnen ihr Morgenlied und so mache ich mich auf den Pirschgang durchs Revier um zur Hohen Leiter zu gelangen.

Die Wege liegen voller Eicheln  und man kann deutlich erkennen, dass hier die Sauen in den letzten Tagen ordentlich Mast aufgenommen haben. Eine Fuchsfähe kreuzt meinen Weg und verschwindet in den Buchenrauschen. 50 Meter vor mir hat Förster Schwalm in diesem Frühjahr einige Buchen schlagen lassen. Dort werde ich mich positionieren und einen Halt einlegen. Die Hunde sind eingespielt und wissen sofort, dass sie sich ablegen müssen. Hier muss ich nichts mehr sagen. 10 Minuten werden zur Ewigkeit und ich setze meinen Weg fort.

Die Uhr zeigt mittlerweile 6:30 an,  ich muss mich beeilen um die Leiter  an dem Eichenwäldchen zu erreichen. Nur die alte Hündin bockt , bleibt stehen und will nicht weiter. Sie windet in Richtung Hütte und signalisiert mir dass dort Wild steht. Aber da kommen wir doch gerade her denke ich mir und da sehe ich, dass einige Überläufer 4 oder 5 Stück den Weg überqueren . Diese Saubande hat mich doch tatsächlich in´s Leere laufen lassen.

Nun werde ich lebendig. Die Schwarzkittel müssen durch einen Schlauch an der Waldkante um in den Einstand zu gelangen.  Die Hunde lasse ich ablegen. Dazu den Lodenmantel und das Glas .Die Hunde  müssen warten. Mit meinen 50 Lenzen und der Waffe geht´s im Laufschritt paralel zur Waldkante  . Ausser Athem gelange ich an den Waldsaum und werfe mich in das nasse Gras. Wenn die Bande in den Einstand wechseln will, muss sie in ca. 50 Metern an mit vorbei. Der Wind steht ungünstig und ich weiss, das dass trotzdem mein Vorteil sein wird. Nun heisst es warten.

Und sie kommen... Mein Puls hat sich in den 3 Minuten beruhigt. Die Mauser angebackt,  den Sicherungshebel umgelegt und das Leuchtabsehen eingeschaltet. Nun schiebt sich die erste Sau in meine Richtung, die Grösse passt, ca. 35 Kg. und.....bleibt abrupt stehen, sie hat Wind bekommen. Das ist meine Zeit. Der Leuchtpunkt steht auf der zweiten Sau und im Abdrücken erkenne ich, dass sie zeichnet. Die restlichen 4 Sauen sind von der Bildfläche verschwunden. Die Bühne ist leer.

Immer das gleiche Prozedere, die gleichen Gedanken, das gleiche Zittern in den Gliedern. Hat der Schuss tödlich gesessen ? Wo ist der Schweiss ? Verdammtes Jagdfieber... Ich suche nach Schweiss in dem Laub, finde aber nicht das geringste Tröpfchen. Verdammt, ich hab doch gesehen, das die Sau fiel. Weit und breit nicht`s  zu sehen. Macht nicht `s, der Tag ist eh versaut, zur Arbeit kann ich jetzt nicht, muss die Sau nachsuchen.   

Nach 5 Minuten Fussmarsch komme ich bei den braven Hunden an. Der Schuss hat auch bei Ihnen einen Adrenalinschub verurschat. Auch die Zittern am ganzen Körper. Die junge Hündin in den Wagen, die Alte an den Schweissriemen gelegt, finden wir den Anschuss mit dem Schweiss  sehr rasch, heller Schweiss, das bedeutet mindestens einen Lungentreffer. Die Hündin arbeitet die Wundfährte sehr langsam aber zielorientiert, der erste Haken wird genommen, der zweite und nach ca. 100 Metern stehen wir an der toten Sau. Ich lobe meine treue Hündin und mache mich auf den Weg zum Auto. Dort wartet die kleine und ab geht es zur Sau um diese aufzubrechen und zu versorgen. Das Herz und die Leber gehört den Hunden, der Rest ist mein Eigentum.

Bericht und Fotos : Klaus Rohde

Jagdtagebuch

Sonntag, den 21. August 2011 um 15:52 Uhr

STORMBRUCH . Im September 2010 haben wir einen ehemaligen Pflanzgarten im Revier  von Ästen befreit, geackert und gefräst.   8 Zentner Kalk wurden ausgebracht und die Fläche mit einer Gras - Kleemischung eingesät.

Im Frühjahr 2011 wurde mit Grunddünger und Thomaskali Nährstoffe zugefügt, rechts und links erneut gefräst und folgendes Saatgut eingeeggt:  Waldstaudenroggen, Weissklee, Rotklee, Luzerne,  Mais, Tobinambur, Rübsen und Markstammkohl sind gut aufgegangen und werden dem Wild im Herbst und Winter über die Notzeit helfen.

Das gemähte Gras wurde auf Kleereuter verbracht.

Die Kosten für diesen Wildacker beliefen sich auf rund 400,-€

P.S.: An diesen Flächen sollte das ganze Jahr die Jagd ruhen !!! 

Foto und Bericht: Klaus Rohde    

Jagdtagebuch

Sonntag, den 21. August 2011 um 07:31 Uhr

STORMBRUCH .  Am Freitag hatten wir 43 Liter Niederschlag pro m2 in Heringhausen und so habe ich  mich entschieden, diesen " Jagdtag " im Büro zu verbringen. Gestern sollte die Jagd bei gutem Wetter auf  Wachbären beginnen. Die Population der kleinen Räuber hat am Diemelsee stark Überhand genommen. Selbst einige Brutgelege der Singvögel sind den Bären zum Opfer gefallen. Die Mülltonnen werden jede Nacht umgeworfen oder leer geräumt und der Müll in der Lanschaft am Diemelsee verteilt.

In der Abenddämmerung des 20. August 2011 verstaue ich meine Ferlacher Bockbüchsflinte im Kaliber 222 Rem. Mag. - 20 /70 und setzte mich auf eine Leiter  an der Feldgemarkung zu Heringhausen. Hier ziehen die Waschbären in den Haferschlag von Landwirt Pohlmann um ordentlich Schaden zu machen. Meine Deutsche Wachtelhündin Kira habe ich sebstverständlich auch dabei, man kann ja nie wissen, was alles so passiert.

Um 21:30 h windet Kira in westliche Richtung und schemenhaft erkenne ich die Umrisse an der Waldkante eines Dachses. Gegen 21:45 h höre ich einige Waschbären streiten, sehen kann ich im jetzt doch schon dunklen Wald nicht`s. Aber, ich bin mir sicher, dass die Waschbären ihren Weg zum Haferschlag finden werden. 

 Nun wird meine Hündin unruhig, sie klappert mit den Zähnen vor Aufregung und das kenne ich ihr eigentlich nur bei Schwarzwild. Aus dem Waldstück kommt ein Keiler von etwa 120 Kg Gewicht, er sichert nach allen Seiten und ich erkenne meinen alten Bekannten vom letzten Jahr, da hatte ich ihn schon einmal bei Schonzeit vor meiner Büchse. Dieser Keiler ist ca. 6 Jahre alt und sehr erfahren. Wie eine Bronzestatue steht er am Waldrand und bewegt sich kein Stück.

Die Dunkelheit nimmt nun deutlich zu und der Mond hat sich noch nicht über den Hagen geschoben. Für einen guten Schuss habe ich aber Büchsenlicht. Allein die Waffenwahl lässt auch dieses Mal den Bassen davon kommen ( das kleine Kaliber ist für den Schuss auf Schwarzwild nicht zugelasen ) und in den Haferschlag ziehen. Ich spanne den linken Hahn der Bockbüchsflinte und krümme den Zeigefinger. Der Schuss löst sich und die Schrote fahren in den Himmel. Der Basse nimmt sofort  den Wald an. Hier, dass weiss er genau ist er in Sicherheit.

Zumindest habe ich Landwirt Pohlmann vor weiterem Schaden im Haferschlag bewahrt.

Waffe entladen, den Hund an den Riemen und ab geht`s nach Hause.

Foto u. Bericht : Klaus Rohde

Wissenswertes über Waschbären:

http://de.wikipedia.org/wiki/Waschb%C3%A4r

 

Jagdtagebuch

Donnerstag, den 11. August 2011 um 06:38 Uhr

STORMBRUCH  Der Diemelsee und das Jagdrevier  liegen unter starkem Wind. Gelegentliche Regenfälle werden hoffentlich dazu beitragen, dass sich der See füllt und das leidige Thema Wasserstand und Lichterfest in  Bodenwerda  an der Weser von allein erledigt. Ich bin übrigens erst letzte Woche an der Weser mit dem Rad zur Nordsee gefahren. Unter anderem habe ich auch in Bodenwerda übernachtet. Hier hat Heronimus von Münchhausen, der legendäre Erzähler ( Lügengeschichten ? ) seinem Lebensabend verbracht. Wer  dort hinfährt, der sollte unbedingt die schöne Altstadt und das Münschhausen Museum besuchen.  Vielleicht sollten  die Anreiner des Diemel, Twiste und Edersees sich mal mit den Weseranliegern zusammen setzen und die Radroute von der Diemelquelle im Upland bis zur Wesermündung in Bremerhaven  touristisch in einem Konzept  umsetzen. Da hätten dann alle was von...

Der heutige Tag dient auf Grund der Wettereinflüsse der Jagdhundeausbildung.Apportieren muss gelernt sein, darauf kommt es an. Und... das Apportieren ist der Grundstock für den Gehorsam des Hundes. Meine junge Deutsche Wachtelhündin EMMA , die sonst alles apportiert, vom Ast beim Pirschgang oder den heruntergefallen Apfel in der Obstwiese, möchte nun gar nicht mehr so gern auf das Komando den Apportierbock festhalten, geschweige denn diesen Aufnehmen. Hier muss der Führer des Hundes lange und ausgiebig immer wieder den gleichen Arbeitsgang  mit viel Geduld üben. Karl Brocke und sein Deutscher Wachtelrüde KALLE sind ebenfalls fleißig bei der Sache.  Red. un. Bilder Klaus Rohde

 

Jagdtagebuch

Sonntag, den 07. August 2011 um 15:13 Uhr

STORMBRUCH Ich sitze heute auf der " Hohen Leiter "  am Diemelsee. Es hat wieder einige Liter in der Nacht geregnet und im Morgendunst erkenne ich einige Nilgänse, die  nur wenige Meter über dem Wasser dem Naturschutzgebiet entgegen fliegen.

Meine  DW Hündin Emma habe ich heute dabei.  Die letzte Woche war hart für die Hündin, da ich  ihr gerade das Apportieren  beibringe. So richtig Lust dazu hat sie nicht, aber was hilft es. Da müssen wir durch. Bei der Gänsejagd im Herbst möchte ich nicht selbst in´s doch schon kalte Wasser steigen um die Beute zu bergen wärend der Hund trockenen Fusses und hocherfreut am  Strand auf " seine " Gans wartet. Ein Gag ? Nein, das habe ich bei einer Jagd schon mal erlebt.

Die Natur erwacht durch den Vogelgesang. Iim letzten Frühling  habe ich einige Nistkästen aufgehängt und ich hoffe, das sämtliche Nistgelegenheiten ihre Mieter gefunden haben.

Der Haferschlag unter mir wird von einem  Waschbären besucht .   Der Hafer scheint ihm zu schmecken. Nach kurzer Zeit verschwindet er im Haferfeld und die Bühne ist leer. Für die Jagd auf Sauen ist es nun schon zu spät, die haben sich sicherlich irgendwo eingeschoben und ruhen sich aus. Eine Ricke mit Kitz steht auf dem Weg unter mir als wüssten sie nicht so recht was sie machen sollen. Nach kurzer Rast wechseln die beiden in den Buchenwald und sind von der Bildfläche verschwunden.

Ich nehme meine Waffe, die Hündin und den Rucksack, baume ab und trete den Heimweg an...

Red. Klaus Rohde

 

 

 

 

Jagdtagebuch

Freitag, den 05. August 2011 um 07:19 Uhr

STORMBRUCH.  In den Morgenstunden des 5.August lade ich meine Mauser 66 im Kaliber 8x68 und meine beiden Wachtelhununde Kira und Emma in den Jimny um den Sauen nach zu stellen.

Um 04:00 Uhr, es ist noch dunkel, fahre ich in die Eschneseite  und nehme die erfahrene Hündin Kira an die Leine. Büchse geschultert, Feldstecher  um den Hals und auf geht`s zum Eichensitz direkt am Diemelsee. Hier ist ein alter Rot und Schwarzwildwechsel, der gern von Sauen angenommen wird. Da es gestern nach dem Arolser Viehmarkt stark geregnet hat, ist ein geräuschloses angehen gut möglich. Ich wende mich aber zuerst in Richtung Haferschlag, den die Sauen jetzt zunehmend als " Futtertrog " nutzen. Zum Leidwesen des Landwirtes. Gegen den Wind setze ich meinem Weg fort und bleibe stehen als meine Hündin mir signalisiert, da ist Wild vor uns. Ich lege die Hündin am Weg ab und schiebe mich Meter um Meter an den Haferschlag, ganz leise und vorsichtig. Nun  höre ich in ca. 50 Metern die Schweine schmatzen.

Das könnte passen, denke ich mir und trete den Rückzug an. Ich umschlage den Haferschlag weiträumig, der Schweiß rinnt mir über die Haut, ich muss die Kanzel erreichen bevor die Sauen sich auf den Heimweg machen und die Eichenkanzel passieren um in die Naturschutzzone des Diemelsees zu wechseln.

Ich erreiche den Eichensitz  und baume auf. Hund hoch , Waffe hoch, Rucksack hoch. Die 50 Lenze merke ich nun auch wieder. Ich ziehe ein frisches Unterhemd aus meinem Rucksack und kleide mich um. Das nasse zurück in den Rucksack und schon fühlt man sich besser. Das Licht ist nun auch besser geworden und  ich harre der Dinge die da ( hoffentlich kommen ) . Was ich nun sehe ist ein Dachs, der auf der Suche nach Beeren die Umgebung furchforstet. Ein herrlich schönes Tier. Ich kann und konnte noch nie verstehen, weshalb man darauf schiesst . Die Zeit verrinnt und ich denke an den 32 Ender Hirsch, der gestern in einer Tageszeitung abgelichtet wurde. Nun knackt es aus Richtung Haferschlag, die Sauen wechseln an. Eine führende " gut genährte  " Bache mit sieben Frischlingen sieht in 30 Metern Entfernung auf dem Wechsel Richtung Diemelsee. Ich hatte doch recht mit meiner Vermutung. Da die Frischlinge nicht mehr als 10 Kilo haben störe ich das Familienidyll nicht und lasse die Rotte ziehen.

Der Tag ruft zur Arbeit....             Red. : Klaus Rohde

 

Jagdtagebuch

Donnerstag, den 04. August 2011 um 15:08 Uhr

STORMBRUCH. Wir haben den  1. Mai und die Bockjagd ist eröffnet. Karl Brocke aus Stormbruch Lars Figge aus Lichtenfels Münden,  Carsten Hildebrand aus Mühlhausen und meine Wenigkeit haben uns zur Bockjagd am Diemelsee verabredet.

Es ist ein herrlicher Tag, die Nebel ziehen vom See hinauf in die Fichtenwipfel und zerstäuben im ersten Sonnenlicht. Ich sitze auf meiner " versteckten Kanzel " und habe meine junge Wachtelhündin Emma bei mir. Die Hündin hat eine sehr gute Nase und  ist für jeden Ansitz und Pirschgang dankbar. Sie muss halt noch einiges lernen, aber das wird schon.

Wir beide hängen unseren Gedanken nach. Beruflich hat sich einiges verändert  . Wie sieht die Zukunft aus ? Werden sich die Investitionen lohnen ? Ist alles so umsetztbar wie ich mir das vorstelle ? Diese und andere Gedanken gehen mir durch den Kopf als ca. 50 Meter von mir ein Bock hochkommt und schreckend davon zieht. Was hat diesen alten Recken denn gestört ? Aber ich weiss in dieser Minute, als ein Keiler die Bühne betritt was des Rätsels Lösung ist. Der Basse hat ein Gewicht von ca. 80 Kilo, allerdings ist Schonzeit für Keiler und so zieht er im Frühnebel in eine nahegelegene Dickung um den Rest des Tages zu verschlafen.

Um 7:15 Uhr setzt sich meine Hündin auf die Läufe und windet interessiert in eine Richtung. Ich nehme mein Glas hoch, kann allerdings nicht die geringste Bewegung erkennen.  Immer und immer wieder Glase ich die Umgebung ab....nicht`s zu erkennen. Der Buntspecht, so scheint es ist der einzige Waldbewohner, der aktiv ist. Ein imposanter und fleißiger Geselle.

Es ist nun 07:50 Uhr, noch 10 Minuten dann werde ich abbaumen. Ulla, die Frau von Karl Brocke hat das Frühstück bestimmt schon zubereitet. Da gibt es immer hausgemachte Wurst, mir läuft der Speichel im Munde zusammen wenn ich daran denke.

Da, eine Bewegung an der Fichtenschonung lässt meinen Herzschlag  spürbar beschleunigen.Ein zweijähriger Bock  bearbeitet eine kleine Fichte mit seinem Gehörn. Nun heisst es abwarten, die Entfernung beträgt ca. 100 Meter, auch steht er spitz zu mir, einen sicheren Schuss anzubringen ist zu riskant. Nein, unmöglich.  

Die Zeit vergeht wie im Fluge, es ist nun 08:15, um diese Zeit wollten wir uns bei Karl treffen.Hoffentlich essen mir die Waidgenossen nicht die gute Wurst allein auf !! Der Bock zieht an der Innenkante der Fichtenschonung immer verdeckt von einigen Stämmen an meiner linken Seite vorbei. Eine Rückeschneise muss er in ca. 10 Metern überqueren, das ist meine Chance. Die Mauser M03 im Kal. 9,3 x 62 fliegt automatisch an meine Wange. Das Absehen 40 des Zeissglases  steht in der Mitte der Schneise. Und tatsächlich, der Bock schiebt sich an der letzten Fichte vorbei in die Schneise. Entsichern und Einstechen sind ein Bewegungsablauf. Die Waffe fest in die Schulter gedrückt spüre ich in meiner Aufregung den Rückschlag gar nicht. Der Bock fällt wie von Geisterhand um und bleibt liegen.

Nun das Handy an und die Nummer von Karl gedrückt. Ich komme etwas später ....Bock tot melde ich und erhalte ein erfreutes Waidmannsheil.

Die Hündin kommt heute zum ersten Mal mit einem Stück Rehwild zusammen, ist aufgeregt wie ein Teenager beim ersten Kuss und wir haben zum ersten Mal ein gemeinsames, erfolgreiches Jagderlebnis.

Foto und Red.: Klaus Rohde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemeinsam die Natur erleben

Donnerstag, den 04. August 2011 um 14:55 Uhr

WALDECK FRANKENBERG. Es ist Sommerferienzeit. Bei dem herrlichen Sonnenschein zieht es die Kinder nach draußen.
Dort gibt es auch abseits des Nationalpark Kellerwald-Edersee und den heimischen
Naturschätzen wie Twiste-, Diemel- und Edersee einiges zu entdecken. Maik Sommerhage vom
NABU Waldeck-Frankenberg gibt Tipps für Spiele und Aktionen, mit denen die ganze Familie jede Menge Spaß haben kann!


Machen Sie eine Nachtwanderung
Nach Sonnenuntergang werden die Tiere wach, die tagsüber geruht haben. Auf einer
Nachtwanderung – Taschenlampe aus! – begegnen Sie nicht nur den Nachttieren, sondern nehmen die Umgebung mit den Augen und Ohren eines Nachttieres wahr. Sie müssen dazu nicht in einen Wald, denn auch in den Siedlungen und dem umgebenden Kulturland ist die Nacht voller Leben:
Nun sind Igel, Steinmarder, Siebenschläfer, Rotfüchse, Fledermäuse, Waldkäuze und Schleiereulen,Glühwürmchen und Nachtfalter unterwegs.
Rückenschwimmer im Eimer
Wie bitte? Endlich Wochenende undden Kindern ist langweilig – das gibt es nicht! Jeder schnappt sich einen Kescher (ein altes Küchensieb tut’s auch) sowie Eimer und ab zum
nächsten Gewässer. Unter der ruhigen Wasseroberfläche tummeln sich nämlich unzählige Tiere, die vorsichtig mit dem Kescher gefangen werden können. Zum genauen Beobachten (Namen der Tiere mithilfe eines Naturführers  herausfinden) dürfen Wasserläufer, Rückenschwimmer oder Wasserschnecken ein paar Runden im Wassergefüllten Eimer drehen, dann heißt es für sie: zurück in die Heimat.

Schnell geschaut und fix gemerkt
Wahrnehmungs-Übung, Gedächtnis-Training und Bestimmungs-Kurs zugleich ist das altbekannte
Karten-Such-und-Lege-Spiel. Es funktioniert in Garten, Wald und Feld - mit Blüten, Früchten oder anderen Fundstücken aus der Natur. Für die Jüngsten bietet sich beispielsweise ein einfaches Suchspiel an. Dabei nehmen Sie Blätter oder Blüten, die sehr unterschiedlich aussehen (z. B. von Kastanie, Birke oder Linde). Dabei werden einheimische Gewächse spielerisch erlernt.

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