Sicher in die Radsaison 2017

Sonntag, den 26. Februar 2017 um 08:30 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Haibike von Fahrradhaus Jähn in Thalitter. Haibike von Fahrradhaus Jähn in Thalitter. Fotos: 112-magazin

WALDECK-FRANKENBERG. (Gesponserter Artikel) Kalendarisch hat sich der Frühling bereits angekündigt, auch wenn es draußen in diesen Tagen noch recht stürmisch und regnerisch ist. Für viele Biker beginnt jetzt die Zeit, ihr Rad auf "Herz und Nieren" zu prüfen. 112-magazin.de gibt Ratschläge, auf was genau man achten sollte, um unfallfrei in die Radsaison zu starten.

Das Rad
Fahrräder benötigen von Zeit zu Zeit eine gründliche Kontrolle und Inspektion. Hierbei gilt: Je regelmäßiger die Wartung durchgeführt wird, umso schneller geht es. Am besten sollte man einige Wochen vor der geplanten Radtour mit der Fahrradkontrolle beginnen. Falls kleinere Reparaturen anstehen oder Ersatzteile bestellt weden müssen, sollte man einen Radhändler aufsuchen und eine Inspektion durchführen lassen. Dieser erkennt mit fachkundigem Blick, ob Risse am Rahmen vorhanden sind oder Verschraubungen erneuert werden müssen. Ganz wichtig ist auch das Nachziehen der Speichen und die Überprügung der Schnellspanner.


Reifen und Luftdruck
Straßenreifen sind in ihrer Haltbarkeit von der Außentemperatur und vom Fahrstil des Bikers abhängig. Sehr wichtig jedoch ist der Luftdruck. Besondere Schwachstellen sind die Seitenwände des Reifens. Fährt man ständig mit zu geringem Luftdruck, verschleißen die Seitenwände schnell und sollten nach 1000 Kilomtern Fahrleistung bereits getauscht werden. Auch Risse am Reifen stellt man selbst mit einer Blickkontrolle fest. Gleiches gilt für Reifen, die permanent der Witterung - Sonne und Regen - ausgesetzt sind.

Vor Beginn der ersten Fahrt sollte der Luftdruck gemessen werden. Danach ist es ratsam, den Luftdruck zweimal im Monat zu prüfen. Ein Druckverlust von einem bar pro Monat ist normal. Bei der Verwendung von Latex-Schläuchen sollte der Radler den Luftdruck vor jeder Fahrt kontrollieren. Empfohlen ist, zum Überprüfen und Füllen des Reifens ein Manometer zu verwenden. Die verbreitete Überprüfung per Daumendruck ist nicht ratsam, da sich ab zwei bar alle Reifen "voll" anfühlen. Mountainbikereifen sollten früher gewechselt werden. Das grobe Profil am MTB-Reifen trägt natürlich zur Fahrsicherheit bei, weil es für Grip auf losem und matschigen Untergrund sorgt. Auf Erde, Schotter, Matsch und Sand braucht der Fahrer griffige Reifen. Wird das Profil zu stark abgefahren, geht die Haftung verloren. In der Regel gilt: Ist das Profil halb abgefahren, sollte der Reifen erneuert werden.


Bremsen
Sensible Bereiche am Fahrrad sind die Bremsen. Für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr und auch bei der Fahrt ins Gelände ist die einwandfreie Funktion der Bremsen absolut unumgänglich. Die Bremse sollte immer leichtgängig zu bedienen sein und gleichmäßig greifen. Ein kleiner Tropfen Kriechöl in die Öffnung am Ende der Bowdenzughülle kann durchaus Abhilfe schaffen. Sollte ein Bowdenzug defekt sein, muss dieser vor Antritt der Fahrt ausgewechselt werden. Der besonnene Radfahrer achtet immer auf Veränderungen im Bremsverhalten oder auf ungewöhnliche Geräusche, so dass Probleme an den Bremsen bereits behoben werden können, bevor man in eine Gefahrensituation gerät. Bei Scheibenbremsen sollte der Fachmann die Beläge prüfen - und gegebenenfalls wechseln.


Kette und Ritzel
Schmutz, starke Beanspruchung und Witterungseinflüsse setzen der Fahrradkette und den Ritzeln gehörig zu. Hier gilt es, frühzeitig mit einer Messlehre die Längung und den Verschleiß an Ritzeln, Kettenblättern und der Kette selbst zu messen. Um ganz sicher zu gehen, sollten diese Komponenten am Rad bereits im Frühjahr durch eine versierte Radwerkstatt überprüft werden. Auch hier gilt: Eine saubere und gut geschmierte Kette hält deutlich länger als eine verrostete. Mitarbeiter in Fachbetrieben wissen, worauf es ankommen, und beraten die Kunden.  


Sattel, Lenkergriffe, Beleuchtung und Helm
Es kommt immer wieder vor, dass Anfänger über Siitzprobleme bei Radtouren klagen. Schmerzen im Schambereich oder am Siitzbein sind die Folgen einer falschen Sattelwahl. Da hilft nur eine Überprüfung beim Radhändler, der zunächst herausfinden muss,  welcher Sattel-Typ der jeweilige Radfahrer ist - entweder Schambein- oder Sitzbeinbelaster. Mehr als diese beiden Fahrradsattel-Typen gibt es nicht, daher kann man nur durch Ausprobieren verschiedener Modelle feststellen, welcher Sattel der geeignete ist. Zum Thema Lenkergriffe muss gesagt werden, dass es auf dem Markt eine Vielzahl an Lenkergriffen gibt. Auch hier gilt, dass die Funtionalität und Sicherheit an erster Stelle stehen muss. Oft genug kommt es zu Unfällen, weil billige Handgriffe am Lenker montiert sind, die sich während der Fahrt lösen. Ein Sturz ist dann die mögliche Folge.

Eine gute Beleuchtung erhält man ebenfalls beim Farradhändler, der die Komponenten mit den geforderten Prüfzeichen fachmännisch anbaut. Fahrradbeleuchtungen müssen im öffentlichen Straßenverkehr StVZO-zugelassen sein. Generell gilt: Bei allen Fahrten sollten Radfahrer einen Sturzhelm tragen.


Zuletzt geändert am Sonntag, den 26. Februar 2017 um 08:33 Uhr