Mit Karte und Koordinate die Einsatzstelle finden

Samstag, den 23. Juli 2016 um 16:15 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK bilden den Katastrophenschutzzug Bad Wildungen/Edertal. In einer gemeinsamen Übung trainierten sie, nach UTM-Koordinaten zu verschiedenen Einsatzstellen zu fahren. Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK bilden den Katastrophenschutzzug Bad Wildungen/Edertal. In einer gemeinsamen Übung trainierten sie, nach UTM-Koordinaten zu verschiedenen Einsatzstellen zu fahren. Fotos: pfa

BAD WILDUNGEN/EDERTAL. Das Anfahren von Einsatzstellen nach Koordinaten haben etwa 30 Katastrophenschutz-Helfer aus Wildungen und Edertal in einer Übung trainiert. Die Teilnehmer mussten unter anderem Rettungspunkte, Straßenkreuzungen, Gebäude, Plätze oder Brücken als Ziele finden.

Den Katastrophenschutzzug Bad Wildungen/Edertal gibt es seit etwa anderthalb Jahren, gegründet wurde die Einheit in Folge des Hochwassereinsatzes in Dresden. Zu dem Verbund gehören der Katastrophenschutzzug der Feuerwehr Bad Wildungen sowie der Feuerwehr Edertal, der 1. Betreuungszug Waldeck-Frankenberg des DRK und das Technische Hilfswerk (THW) Bad Wildungen. Hintergrund des Zusammenschlusses ist, dass die verschiedenen Organisationen all ihre verfügbaren - personellen ebenso wie technischen - Ressourcen bündeln können.

Um die Zusammenarbeit im Ernstfall zu trainieren, gibt es gemeinsame Übungen - eine dieser Übungen befasste sich jüngst mit der Anfahrt zu einer Einsatzstelle nach sogenannten UTM-Koordinaten. Dieses System findet nicht nur Anwendung beim Katastrophenschutz, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst, sondern auch bei der Bundeswehr, der Polizei oder in der Vermessung. Das in einem Lehrgang erlernte Verfahren setzten die Helfer in die Praxis um, indem sie für den Zielpunkt lediglich eine mehrstellige Koordinate bekamen. Mit Karte, Planzeiger und Fachwissen "übersetzten" die Übungsteilnehmer diese Koordinate und ermittelten so das Fahrtziel - nötig ist dieses Verfahren zum Beispiel dann, wenn eine Einsatzstelle in einer Feld- oder Waldgemarkung liegt und es keinen Straßen- oder Gemarkungsnamen gibt oder aber, wenn zum Beispiel der Standort eines im Wald verunglückten Mountainbikers lediglich über die per Smartphone ausgelesenen GPS-Daten zu ermitteln ist.

Ein schöner Nebenaspekt der Übung war, dass die Mitglieder der verschiedenen Hilfsorganisationen die Gemeinschaft weiter förderten. Um dies und auch die eigentlichen Kenntnisse zu vertiefen, werde es künftig weitere gemeinsame Übungen geben. "Wer in einer der beteiligten Organisationen ehrenamtlich mitarbeiten möchte, ist jederzeit herzlich willkommen", sagte Manuela Stehling vom DRK-Betreuungszug. Informationen erhalten Interessierte bei den nachfolgend genannten Ansprechpartnern.

Ansprechpartner im Arbeitskreis der Katastrophenschutzeinheiten Bad Wildungen/Edertal:
Löschzug Bad Wildungen, Ronny Thiele,
Telefon 0152/34582224, kats(at)fw-bad-wildungen.de

Löschzug Edertal, Sascha Knull,
Telefon 0172/5304135, Sascha.knull(at)gmail.com

THW-Ortsverband Bad Wildungen, Björn Münch,
Telefon 0160/97459889, Bjoern.muench(at)deutschebahn.com

DRK-Betreuungszug Bad Wildungen, Manuela Stehling,
Telefon 0162/1500900, Manuela.Stehling(at)drk-wildungen.de

Zuletzt geändert am Montag, den 25. Juli 2016 um 05:24 Uhr