Rentnerin fährt Kind auf Überweg an: Rettungshubschrauber

Donnerstag, den 19. September 2013 um 20:15 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Auf dem Zebrastreifen in der Lelbacher Ortsdurchfahrt erfasste am Donnerstagmittag eine Rentnerin mit ihrem Auto ein Kind. Auf dem Zebrastreifen in der Lelbacher Ortsdurchfahrt erfasste am Donnerstagmittag eine Rentnerin mit ihrem Auto ein Kind. Foto: pfa

LELBACH. Ein zehnjähriger Junge ist am Donnerstagmittag in der Ortsdurchfahrt von Lelbach von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle flog die Besatzung eines Rettungshubschraubers den Schüler in eine Klinik nach Kassel.

Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Polizei nicht. Das Kind sei vor allem an den Beinen verletzt worden, hieß es. Den Angaben zufolge war der Junge kurz zuvor aus dem Schulbus ausgestiegen, der in der Straße Auf den Brüchen gehalten hatte. Der Bus blieb wie üblich in der Straße stehen, um die Kinder in Richtung Stadtweg über die Bundesstraße gehen zu lassen. An dieser Stelle befindet sich ein Zebrastreifen.

Der Zehnjährige wollte die Straße gegen 12.50 Uhr überqueren, als sich aus Richtung Korbach eine 76 Jahre alte Autofahrerin aus der Großgemeinde Diemelsee näherte. Die Rentnerin achtete laut Polizei auf den in der Einmündung stehenden Bus und übersah dabei das Kind, das schon etwa zur Hälfte die Bundesstraße überquert hatte. Das Auto erfasste den Jungen mit der linken vorderen Stoßstange, der Zehnjährige wurde dadurch zu Boden geschleudert und schwer verletzt.

Helikopter landet am Sportplatz
Passanten leisteten Erste Hilfe und verständigten den Rettungsdienst, der Korbacher Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens eilten zur Unfallstelle. Weil das Korbacher Stadtkrankenhaus nach dem Verkehrsunfall in Schwalefeld den Jungen nicht sofort aufnehmen und behandeln konnte, forderten die Einsatzkräfte einen Rettungshubschrauber an. Der Helikopter Christoph 28 aus Fulda übernahm den Einsatz, der Pilot landete am Sportplatz. Von dort aus lieferten die Luftretter den verletzten Schüler in eine Kasseler Klinik ein.

Unabhängig von dem Unfall ihres Sohnes beklagten die Eltern, dass viele Autofahrer an dem Zebrastreifen nicht anhalten würden, wenn Fußgänger die Bundesstraße überqueren wollten. "Insbesondere bei Kindern hält kaum jemand an", sagte die Mutter gegenüber 112-magazin.de. Der Vater forderte eine Bedarfsampel, um vor allem Kindern ein sicheres Überqueren der viel befahrenen B 251 zu ermöglichen.

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 19. September 2013 um 21:35 Uhr