Vermisste im Wald gefunden - Rettung in letzter Minute

Freitag, den 14. Oktober 2011 um 09:47 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Rund 50 Polizisten, eine Hubschrauberbesatzung und eine Rettungshundestaffel suchten nach der Vermissten. Rund 50 Polizisten, eine Hubschrauberbesatzung und eine Rettungshundestaffel suchten nach der Vermissten. Foto: den/Archiv

HAINA. Eine 64-jährige Frau ist nach einer umfangreichen Suche im Wald bei Haina lebend aufgefunden worden. Sie befand sich seit einiger Zeit zur freiwilligen Behandlung in der Vitosklinik in Haina.

Am Mittwochnachmittag verschwand sie dann plötzlich, wie Polizeisprecher Volker König am Freitag mitteilte. Nachdem die psychisch labile und depressive Frau auch am späten Nachmittag nicht wieder in ihrer Station aufgetaucht war, verständigte die Klinik die Frankenberger Polizei. Die Suche am Mittwoch verlief aber ohne den gewünschten Erfolg, die Frau blieb verschwunden.

Am Donnerstag wurde die Suchaktion verstärkt. Ein Hubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft. Auch die Rettungshundestaffel aus Kassel war mit Hunden im Einsatz. Fast 50 Polizeibeamte suchten die Vermisste. Mit Radiomeldungen, in denen die Vermisste beschrieben wurde, war auch die Bevölkerung gefragt. Die strukturierte und planmäßige Suche in der Klinik und den angrenzenden Waldgebieten gestaltete sich schwierig, führte aber schließlich zum Erfolg.

Noch bevor weitere Kräfte über die Leitstelle in Korbach angefordert wurden, fand eine Streife die Gesuchte im unwegsamen Waldgelände. Die 64-Jährige war stark unterkühlt, aber ansonsten wohlauf. In der Dämmerung hatte sie sich verlaufen. Orientierungslos verharrte sie dann an Ort und Stelle. Die Rettungsaktion gelang in letzter Minute. Nach Einschätzung der Beamten vor Ort hätte die Frau eine weitere Nacht wohl nicht überlebt. Vorsorglich wurde die Frau in die Psychiatrie eingewiesen.

Zuletzt geändert am Freitag, den 14. Oktober 2011 um 10:50 Uhr