Fahrfehler auf Glätte: Sattelzug kippt auf die Seite

Dienstag, den 12. März 2013 um 17:56 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Mit Hilfe von zwei Kränen richteten Bergungsexperten den umgekippten Sattelzug an der Korbacher Umgehung wieder auf. Mit Hilfe von zwei Kränen richteten Bergungsexperten den umgekippten Sattelzug an der Korbacher Umgehung wieder auf. Foto: pfa

KORBACH. Ein mit Möbelteilen beladener Sattelzug aus dem Schwarzwald ist am Dienstagvormittag beim Abfahren von der Korbacher Umgehung auf die B 252 in Richtung Bad Arolsen umgekippt. Der 53 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt, die betroffene Abfahrt blieb bis zum späten Nachmittag wegen der Bergungsarbeiten gesperrt.

Der Fahrer aus Hausach im Schwarzwald gab der Polizei an der Unfallstelle gegenüber an, offenbar durch einen Fahrfehler auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über den mit gut zwölf Tonnen Möbelteilen beladenen Sattelzug verloren zu haben. Auf abschüssiger Strecke kam der Lastwagen in einer leichten Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und kippte an der Böschung auf die Seite. "Zum Glück sind hier erst vor kurzem die ganzen Bäume gestutzt oder gefällt worden", sagte der 53-Jährige gegenüber 112-magazin.de - "sonst hätte es mich vermutlich schlimmer getroffen".

Die Straßenmeisterei sperrte die Abfahrt, was aber zu keinen größeren Umwege für Verkehrsteilnehmer bedeutete: Die Auto- und Lkw-Fahrer, die in Richtung Paderborn unterwegs waren, brauchten lediglich 100 Meter zu fahren und die Abfahrt nach Korbach zu nehmen. Von dort aus war ebenfalls ein Abbiegen auf die B 252 in Richtung Arolsen möglich.

Am Mittag traf zunächst ein Kran eines Bergungsunternehmens aus dem Kreis Höxter ein. Dessen Fahrer erkannte aber sofort, dass ein Anheben des Sattelzuges nicht ohne Weiteres möglich war - nicht aus Gewichtsgründen, sondern weil um den flach an der Böschung liegenden Auflieger keine Schluppen legen ließen. Am Nachmittag trafen dann Kollegen mit einem weiteren Kran und einem Schleppwagen ein. Mit zwei Kränen und mehreren Bergungskräften war es dann im Verlaufe des Nachmittags endlich gelungen, das Gespann wieder aufzurichten.

Augenscheinlich war bei dem Unfall lediglich der Windabweise auf dem Führerhaus beschädigt worden. Eine Befürchtung des Fahrers traf zum Glück nicht ein: Der Dieseltank auf der linken Seite blieb trotz des Kontakts mit der Böschung unbeschädigt. Treibstoff lief somit nicht aus.


Kurz zuvor hatte es auch bei Ehringen einen glättebedingten Lkw-Unfall gegeben:
Heizölfahrer und Umwelt mit viel Glück, Tank-Lkw Schrott (12.03.2013, mit Fotos)

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 14. März 2013 um 10:28 Uhr