So weit die Füße tragen: 16-Jährige lief von Willingen nach Assinghausen

Mittwoch, den 22. Januar 2020 um 02:25 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Am 21. Januar wurde eine 16-Jährige in Willingen als vermisst gemeldet - Ein Polizeihubschrauber, die Bergwacht und die Hundestaffel wurden unterstützend eingesetzt.  Am 21. Januar wurde eine 16-Jährige in Willingen als vermisst gemeldet - Ein Polizeihubschrauber, die Bergwacht und die Hundestaffel wurden unterstützend eingesetzt. Symbolfoto: 112-magazin

WILLINGEN/ASSINGHAUSEN. Einmal mehr haben Beamte der Korbacher Polizei bewiesen, das selbst in brenzligen Situationen schnelle und richtige Entscheidungen zum Erfolg führen. Eines vorweg: das 16-jährige Mädchen, das am Dienstagabend in Willingen gesucht wurde, konnte im Nachbarkreis aufgegriffen werden. Von Willingen über Bruchhausen bis nach Assinghausen in Nordrhein-Westfalen war das junge Mädchen gelaufen und hatte an mehreren Türen um eine warme Mahlzeit gebeten. 

Was war geschehen?

Dienstagabend erreichte die Polizeistation Korbach die Nachricht, dass eine 16-Jährige in einem Waldstück bei Willingen vermisst (wir berichteten, hier Klicken) wird. Mehrere Streifenwagenbesatzungen suchten die Örtlichkeit ab, leider ohne Erfolg. Nach einsetzender Dunkelheit und Minusgraden entschied der Dienstgruppenleiter, die Suche auszuweiten. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera, eine Hundestaffel und die Bergwacht wurden eingesetzt, um das Waldstück bei Willingen abzusuchen. Zeitgleich wurden die naheliegenden Polizeistationen im Hochsauerlandkreis informiert und die örtliche Presse um Unterstützung gebeten. Ebenso am Einsatz beteiligt waren 24 Freiwillige der Feuerwehr Willingen und die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes.

Von Willingen nach Assinghausen gelaufen

Gegen 22.30 Uhr kam der erlösende Anruf von Bürgern aus Assinghausen (NRW). Dort hatte die 16-Jährige an einer Haustür um eine warme Mahlzeit gebeten. Da sich das Mädchen in einem Erschöpfungszustand befand, nahm man sich der Minderjährigen an und versorgte sie. Über das Internet wurden die Helfer auf die Suchaktion im Nachbarkreis (Waldeck-Frankenberg) aufmerksam, die Beschreibung passte auf die unterkühlte Person, sodass der Griff zum Telefonhörer reine Formsache war. Der Rettungshubschrauber, die Bergwacht und die Hundestaffel konnten die Suche einstellen, die Vermisste wurde medizinisch betreut und anschließend in die Obhut der Erziehungsberechtigten gegeben. (112-magazin)

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 22. Januar 2020 um 10:00 Uhr