Reh erfasst, abgehauen: Polizei erschießt verletztes Tier

Freitag, den 14. Juli 2017 um 06:29 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Nach einem Wildunfall auf der B 252 musste ein Polizist am frühen Morgen ein Reh erschießen. Nach einem Wildunfall auf der B 252 musste ein Polizist am frühen Morgen ein Reh erschießen. Foto: pfa/Archiv

HELSEN. Ein Reh angefahren und das verletzte Tier mit zertrümmerten Hinterläufen einfach liegen gelassen hat in der Nacht zu Freitag ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer auf der B 252. Die Polizei erlöste das Tier schließlich mit drei Schüssen aus der Dienstwaffe von seinen Qualen.

Als ein Autofahrer am frühen Morgen gegen 3.40 Uhr die Bundesstraße 252 aus Richtung Bad Arolsen kommend in nördlicher Richtung befuhr, sah er etwa 200 Meter vor dem Parkplatz Helser Tannen das verletzte Tier mitten auf der Straße sitzen: Beide Hinterläufe waren offenbar bei einer vorangegangenen Kollision mit einem Fahrzeug zertrümmert worden, von dem Fahrer fehlte jedoch jede Spur. Der hinzu kommende Autofahrer verständigte per Notruf 110 die Polizei.

Beim Eintreffen der Streife saß das Reh noch immer auf der Bundesstraße. Die Polizisten zogen es zur Seite und erschossen das Tier mit der Dienstpistole. Ermittlungen zum Unfallverursacher werden nicht angestellt - im Sinne des Gesetzes gehört ein Reh niemandem, somit ist bei dem Unfall kein Schaden entstanden und der Straftatbestand der Verkehrsunfallflucht nicht erfüllt.

Angesichts dieses Unfalls und vergleichbarer Fälle in der Vergangenheit appelliert die Polizei jedoch einmal mehr an Verkehrsteilnehmer, Wildunfälle zu melden und insbesondere verletzte Tiere nicht ihrem Schicksal zu überlassen. (pfa)  

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Zuletzt geändert am Freitag, den 14. Juli 2017 um 06:56 Uhr