Edersee: Starke Kontrollen auch in neuer Saison

Freitag, den 14. April 2017 um 10:00 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Dieses - gestellte - Bild wird auch in der neuen Saison am Edersee häufig zu sehen sein: Die Polizei setzt ihre verstärkten Kontrollen an der Talsperre fort und wirft dabei vor allem einen Blick auf rasende Motorradfahrer. Dieses - gestellte - Bild wird auch in der neuen Saison am Edersee häufig zu sehen sein: Die Polizei setzt ihre verstärkten Kontrollen an der Talsperre fort und wirft dabei vor allem einen Blick auf rasende Motorradfahrer. Fotos: pfa

EDERSEE. Nach den intensiven Motorradkontrollen am Edersee im vergangenen Jahr setzt die Polizei auch in der neuen Saison auf verstärkte Präsenz, Tempo- und Lärmmessungen. Erklärtes Ziel ist es, illegale Motorradrennen zu unterbinden, den Geräuschpegel und damit die Lärmbelastungen für Anwohner und Gäste zu senken sowie die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Immer wieder war es in der Vergangenheit zu Beschwerden von Einheimischen und Besuchern gekommen, die sich vom Motorenlärm und der rasanten Fahrweise einiger Biker belästigt fühlten. Einige teils schwere Unfälle mit Motorrädern am See oder auf den Zufahrtsstraßen veranlassten Polizei und Kommunen ebenfalls zum Handeln.

Im vergangenen Jahr verstärkte die Polizei die Kontrollen am Edersee: Der Regionale Verkehrsdienst (RVD) sowie die Beamten der Polizeistationen Korbach, Bad Wildungen und Frankenberg führten in der Saison 2016 insgesamt etwa 4000 Tempomessungen durch. Mehr als 600 Motorräder wurden gestoppt und kontrolliert - unter anderem auch auf technische Veränderungen und zu laute Auspuffanlagen. 15-mal wurden während der Kontrollaktionen spezielle Geräte zur Lärmmessung eingesetzt, wie der kommissarische RVD-Leiter Uwe Tenbusch berichtete. Die Überprüfungen führten seinen Angaben zufolge zu 80 Strafanzeigen, rund 600 Verwarnungen und etwa 200 Bußgeldverfahren wegen sogenannter Ordnungswidrigkeiten. In sieben Fällen wurden Fahrverbote fällig.

Die Kontrollen, bei denen laut Tenbusch 2016 rund 1000 Beamtenstunden anfielen, hätten sich "sehr bewährt". Daher würden die Kontrollaktionen auch in diesem Jahr fortgesetzt - seit 1. April laufen bereits wieder verschiedene Überprüfungen. So sei wochentags und an Wochenenden rund um den Edersee mit Kontrollen zu rechnen, bei denen Radar- und Lasermessgeräte ebenso zum Einsatz kommen wie Zivilfahrzeuge mit spezieller Technik zur Tempomessung. Der am Teufelsgraben in der sogenannten Applauskurve gelegene Parkplatz, der bereits 2016 für Motorräder zur Tabuzone erklärt wurde, solle auch in diesem Jahr für motorisierte Zweiräder gesperrt bleiben. 

Die Polizei machte zum Auftakt der diesjährigen Kontrollaktionen deutlich, dass man Motorradfahrer nicht generell vom Edersee vergraulen möchte. Die verstärkte Präsenz der Ordnungshüter solle aber zu einem rücksichtsvolleren und risikoarmen Fahrverhalten beitragen, hieß es. Jeder Unfall sei ein Unfall zu viel. Auch an den bevorstehenden Osterfeiertagen müsse man jederzeit mit Kontrollen rechnen - denen sich übrigens Autofahrer nicht entziehen können. "Wenn wir bei den Messungen einen Autofahrer erwischen, der zu schnell ist, muss er ebenfalls mit Konsequenzen rechnen", sagte Tenbusch. (pfa) 


Zuletzt geändert am Freitag, den 14. April 2017 um 10:02 Uhr