Nach Unfallflucht: Zeugen und Polizei lösen den Fall

Mittwoch, den 01. Juli 2015 um 17:31 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Dank der Hinweise von Zeugen hat die Polizei eine Unfallflucht in Arolsen geklärt. Dank der Hinweise von Zeugen hat die Polizei eine Unfallflucht in Arolsen geklärt. Foto: pfa/Archiv

BAD AROLSEN. Nach einer Unfallflucht in der Bahnhofstraße haben Zeugen der Polizei geholfen, den Fall zu klären: Ein 39-Jähriger hatte den Außenspiegel eines geparkten Autos "rasiert" und dann einfach weitergefahren. Nun läuft gegen den Mann aus Lippstadt ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle.

Zu dem Unfall mit Flucht war es am Mittwoch vergangener Woche gegen 12.15 Uhr in Höhe der Waldecker Bank gekommen: Dort hatte ein 74 Jahre alter Mann aus Bad Arolsen seinen silberfarbenen VW Golf Plus parallel zur Straße auf dem Parkstreifen in Fahrtrichtung Kirchplatz abgestellt. Der Lieferwagen kam aus Richtung Bahnhof und touchierte den linken Außenspiegel des Golfs, so dass ein Schaden von 300 Euro entstand.

Ein Zeuge gab an, dass es sich bei dem flüchtigen Fahrzeug um einen Getränke-Lieferwagen handeln soll. Ein weiterer Zeuge merkte sich Teile des Kennzeichen. Demnach sollte das Fahrzeug im Kreis Paderborn (PB) zugelassen sein.

Nachdem ein entsprechender Zeugenaufruf bei 112-magazin.de und in der WLZ veröffentlicht worden war, meldete sich eine 51 Jahre alte Frau aus Arolsen bei den Ermittlern. Die Frau hatte sich die Aufschrift des Lastwagens und das Firmenlogo gemerkt. Es handelte sich bei dem Lkw aber nicht um einen Getränkelaster, sondern um einen Laster, der Früchte ausliefert. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass zwei Fahrzeuge des Unternehmens in Paderborn zugelassen sind. Die weiteren Recherchen der Polizei führten zu einem 39 Jahre alten Mitarbeiter, der tatsächlich an besagtem Tag in Bad Arolsen unterwegs gewesen war und auch die Bahnhofstraße befahren hatte. Der Mann gab an, von dem Unfall nichts bemerkt zu haben. Ob es zu einem Gerichtsverfahren gegen den Mann kommt, muss die Staatsanwaltschaft entscheiden.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 01. Juli 2015 um 23:18 Uhr