Waldbrände am Edersee offenbar vorsätzlich gelegt

Montag, den 01. Juni 2015 um 15:49 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Mitte April löschten Vöhler Feuerwehrleute ein Bodenfeuer am Wendehammer an der Hohen Fahrt. Dieser Brand steht laut Polizei offenbar in Zusammenhang mit weiteren Bränden am Edersee, die allesamt vermutlich vorsätzlich gelegt wurden. Mitte April löschten Vöhler Feuerwehrleute ein Bodenfeuer am Wendehammer an der Hohen Fahrt. Dieser Brand steht laut Polizei offenbar in Zusammenhang mit weiteren Bränden am Edersee, die allesamt vermutlich vorsätzlich gelegt wurden. Foto: Ralf Altenhein/Archiv

VÖHL. Ein unbekannter Täter hat seit Anfang April an bisher fünf Stellen in der Großgemeinde Vöhl Feuer gelegt. Durch die kleineren Bodenbrände südlich und nördlich des Edersees entstand ein Schaden in vierstelliger Höhe.

Die Zündeleien fingen am 8. April an, als der der Unbekannte in Vöhl nachmittags gegen 15 Uhr in der Waldgemarkung Sternberg ein Feuer entfachte. Hier brannte Waldboden an einer Wegeböschung. Die Feuerwehr löschte das Bodenfeuer rasch ab. Eine Woche später, am 15. April, brannte um 16 Uhr in Asel eine Kleinfläche an einer Straßenböschung am Wendehammer an der Hohen Fahrt. Am Montagnachmittag, 20. April, meldete ein Zeuge dann um 15.30 Uhr ein Feuer in einem Waldstück bei Schmittlotheim. Im Schneidersbergweg brannte in der Nähe eines Hochbehälters der Waldboden auf einer Fläche von etwa fünf Hektar (wir berichteten, zum Artikel hier klicken). Die Feuerwehr war schnell vor Ort, brauchte in dem unwegsamen Gelände aber gut zwei Stunden zum Löschen.

Die Serie setzte sich am 11. Mai fort, als der Unbekannte gegen 13.30 Uhr bei Harbshausen zündelte. In der Gemarkung Himmelsbreite abseits der Waldwege verursachte der Täter ein Bodenfeuer. In Basdorf war der Zündler dann schließlich am 18. Mai aktiv und entzündete gegen 14 Uhr am Wiebkestein Holz, das auf dem Boden lag.

Die Polizei geht von einem Tatzusammenhang aus und ermittelt in allen Fällen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung und ist auf der Suche nach Zeugen. Wer an einem oder mehreren Tatorten entsprechende Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Korbach zu melden. Die Rufnummer lautet 05631/971-0.

Zuletzt geändert am Montag, den 01. Juni 2015 um 16:12 Uhr