Jugendwohnheim: Feuer durch Defekt an Elektrogeräten

Montag, den 14. Oktober 2013 um 18:33 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Nach dem Brand in einer Jugendwohngruppe in Frankenberg geht die Kripo von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Nach dem Brand in einer Jugendwohngruppe in Frankenberg geht die Kripo von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Foto: HNA

FRANKENBERG/BURGWALD. Sechs der sieben jugendlichen Bewohner eines Wohnheims, in dem am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen war (wir berichteten), sind vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert worden. Vier der Teenager wurden zwischenzeitlich wieder entlassen, zwei dagegen blieben in der Klinik.

Das berichtete Polizeisprecher Volker König am Montag. Das Feuer war am Sonntagabend gegen 18.30 Uhr im Wohnzimmer eines DRK-Jugendwohnheims in der Geismarer Straße ausgebrochen. Die Jugendlichen konnten rechtzeitig evakuiert werden. Sechs von ihnen kamen vorsorglich in das Frankenberger Krankenhaus, zwei 15 und 17-jährige Mädchen befinden sich derzeit immer noch dort, doch sind ihre Verletzungen laut Polizei nicht bedrohlich.

Die Brandermittler der Korbacher Kripo haben den Brandort zwischenzeitlich untersucht und gehen nach dem derzeitigen Ermittlungsstand von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Das Feuer war im Wohnzimmer der Einrichtung an der Stelle ausgebrochen, wo elektrische Geräte wie Fernseher, Musikanlage und Spielkonsole standen. "Dort findet sich die größte Brandzehrung", erklärte der Sprecher. Die Geräte waren laut König an die Stromversorgung angeschlossen. Hinweise auf Fahrlässigkeit oder gar auf vorsätzliche Inbrandsetzung hätten sich nicht ergeben. Die Ermittler schätzen den Schaden auf etwa 60.000 bis 80.000 Euro.

Keine heiße Spur nach Brand in Ritterstraße
Unterdessen dauern die Ermittlungen zu dem Großbrand in der Ritterstraße Anfang September an. Die Brandermittler gehen nach wie vor von Brandstiftung als Brandursache aus. "Eine heiße Spur zum Verursacher haben sich bislang aber noch nicht ergeben", sagte der Sprecher am Montag. Die Kripo ist weiterhin auf der Suche nach Zeugen und bittet um Hinweise. Die Ermittler sind zu erreichen unter der Rufnummer 05631/971-0.

Schwierige Ermittlungen nach Scheunenbrand in Ernsthausen
Die Ermittlungen zur Ursache eines Scheunenbrandes am 18. September in Ernsthausen gestalteten sich wegen der starken Brandzehrung als sehr schwierig. Dennoch haben die Brandermittler ihre Ermittlungen zur Brandursache vorläufig abgeschlossen und gehen von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Ein externer Gutachter ist zwischenzeitlich zu keinem anderen Ergebnis gekommen.


Über die genannten Brände berichtete 112-magazin.de:
Feuer in Jugendwohnheim: Sieben Jugendliche evakuiert (13.10.2013, mit Fotos)
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Zuletzt geändert am Montag, den 14. Oktober 2013 um 19:22 Uhr