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DEHAUSEN/RHODEN. Hoher Sachschaden, zwei leichtverletzte Personen und ein Feuerwehreinsatz sind das Ergebnis eines Unfalls, der sich Dienstagmorgen auf der Landesstraße 3081 zwischen Dehausen und Rhoden ereignet hat. Notarzt und Rettungswagen waren bereits wenige Minuten nach…
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GEMÜNDEN/GRÜSEN. Mit fünf Einsatzfahrzeugen und 13 Freiwilligen mussten die Wehren aus Gemünden (Wohra) und Grüsen am Freitagmorgen zum Radweg an der Landesstraße 3073 ausrücken, um einen in Brand stehenden Baum abzulöschen. Das Unterfangen gestaltet sich…
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Rettungsleitstelle bekommt neue Technik und mehr Platz

Dienstag, den 21. Februar 2017 um 09:52 Uhr
KORBACH. Die Leitstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg wird größer und moderner: seit kurzem laufen die Arbeiten zum Umbau und der Erweiterung der Räume im Korbacher Kreishaus. Dabei werden nicht nur eine neue Funk- und Fernmeldetechnik installiert,…
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Notruftag: "Leitstelle mit Alarmierung"

Samstag, den 11. Februar 2012 um 06:13 Uhr

KORBACH. 32.426 Mal. So oft koordinierten im vergangenen Jahr die Mitarbeiter der Leitstelle Krankentransporte, Rettungs- und Feuerwehreinsätze. Ein Teil der Anrufe erreicht die Rettungsleitstelle per Notruf 112 - die EU-weite Notrofnummer. Nach einer Studie der EU kennt nur jeder vierte Europäer diese Nummer. Am 11.2. ist der Tag des europäischen Notrufs zur Sensibilisierung und Steigerung des Bekanntheitsgrads der einheitlichen europäischen Notrufnummer 112. 112-magazin.de besuchte aus diesem Anlass die Leitstelle.

32.426 Anrufe - nur ein Drittel Ernstfälle
Nach den 32.426 Anrufen bei der Waldeck-Frankenberger Rettungsleitstelle mussten 2011 nur in einem Drittel der Fälle Rettungsdienst oder Feuerwehr wirklich ausrücken. Die übrigen Anrufe kommen entweder zustande, weil sich jemand einen Spaß erlaubt – oder weil die Tastensperre des Handys versagt hat und in der Hosentasche die  "112" entstanden ist. "Manchmal hast Du jemanden dran, den man nicht versteht: Im Hintergrund Baulärm, im Vordergrund Unterhaltungen über den nächsten Bauabschnitt", sagt Leitstellenleiter Bernd Zenke. Da ist dann klar: "Fehlalarm".

Vor vielen Jahren hatte es noch zwei Leitstellen im Kreis gegeben. Eine im Süden, eine im Norden. "Das war für die Mitarbeiter oft schwierig", erinnert sich Zenke. Nicht nur wegen der Zahl der Aufträge, die damals nur zwei Personen getrennt voneinander abarbeiteten. Zenke glaubt, dass dadurch Fehler eher entstehen konnten – und dass der Austausch bei Einsätzen, die auch die Profis nicht immer kalt lassen, wichtig für die Psyche ist. "Manche Sachen bekommst Du nicht mehr aus dem Kopf", gibt er zu.

Rund um die Uhr besetzt
Die Leitstelle, die am Kreishaus angegliedert ist und so den direkten Draht zur Verwaltung ermöglicht, ist immer besetzt, mit drei Leuten. Vier Monitore, Headset, blinkende Knöpfe, Telefon, Fax – alles da. Und alles drei, vier Mal abgesichert. Zur Not stehen im Aktenschrank nebenan Ordner voll mit ausgedruckten Alarmplänen und Alarmierungsabläufen.

Insgesamt sind in der Leitstelle elf Leute beschäftigt, allesamt mit Hintergrund Feuerwehr oder Rettungsdienst. Sie alle sind Rettungssanitäter oder -assistenten und wissen, um was es geht, wenn das Telefon schrillt. Wer hier koordinieren will, muss mindestens Gruppenführer bei einer Wehr gewesen sein und in der Feuerwehrschule eine Zusatzausbildung durchlaufen. Die neuen Einsatzstichworte H KLEMM Y, H 1 und F BMA sind da nur das Grundgerüst.

"Feuerwehrmann mit Leib und Seele" war und ist Bernd Zenke. Er ist seit 1989 dabei, seit fast zehn Jahren leitet er die Schaltzentrale für Feuer und Unfälle. "Spannend" fand er die Aufgaben in der Leitstelle von Anfang an. "In der Regel kommt hier keine Langeweile auf."

Beim Hochwasser in Korbach schrillten auch in der Leistelle alle Alarmglocken. Die Mitarbeiter stießen an ihre Grenzen der Koordinationsfähigkeit. Doch die "Großschadenslagen" sind die Ausnahme. Im Alltag ist es schlicht die Masse an Krankentransporten und kleinen Einsätzen für die Feuerwehr, die den Kohl fett macht.

Die aktuellen Minusgrade sorgen bei den Kollegen noch nicht für hektischere Betriebsamkeit als sonst. "Noch nicht", blickt Zenke nach vorn. Wenn die geplatzen Wasserleitungen, in die sich ein Eispropfen geschoben hat, schmilzen, könnte es schlimmer werden.

Neben der 112 und den internen Amtsleitungen läuft in der Leitstelle auch die "19222" für Krankentransporte auf. Zusätzlich steht ein kleiner Rechner etwas verlassen in der Mitte des großen Raumes: der Hausnotruf, den das Deutsche Rote Kreuz betreut. Hinzu kommen die Anrufe, bei denen Kranke nach einem geeigneten Arzt suchen. Und die Anrufe aus beispielsweise dem Hochsauerlandkreis, weil der Anrufer die "falsche" Vorwahl hat. "Den stellen wir dann, wenn es geht, schnell durch zu den Kollegen im anderen Bundesland", weiß Zenke.


Der Notruf 112 ist im Ernstfall immer die richtige Nummer - vom Handy aus ebenso wie vom Festnetz. Der Anruf "landet" immer in einer Rettungsleitstelle, die die Rettungskräfte alarmiert oder zu einer anderen Leitstelle oder der Polizei weiterverbindet.

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