Großbrand zerstört Scheune und Wohnhaus in Lichtenfels (aktualisiert)

Dienstag, den 14. April 2020 um 23:20 Uhr Verfasst von  Marvin Schreck
Ein Großbrand im Lichtenfelser Ortsteil Sachsenberg ereignete sich am Abend des 14. April 2020 Ein Großbrand im Lichtenfelser Ortsteil Sachsenberg ereignete sich am Abend des 14. April 2020 Fotos: 112-magazin

SACHSENBERG. Bei einem Großbrand wurde am Dienstagabend ein Wohnhaus mit integriertem Wirtschaftstrakt im Lichtenfelser Ortsteil Sachsenberg völlig zerstört.

Um 21:36 Uhr wurden die Wehren Sachsenberg, Neukirchen, Münden, Dalwigkstahl, Rhadern und Goddelsheim unter dem Alarmkürzel "F3, brennt Scheune" nach Sachsenberg in die Straße "Am Teich" alarmiert. Ebenfalls auf den Plan gerufen wurden ein RTW und ein Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der wirtschaftliche Teil des Anwesens bereits in Vollbrand. Hier waren ein alter Traktor, ein Wohnwagen und altes Stroh gelagert. Die zwei in dem Wohnhaus gemeldeten Personen hatten sich bereits ins Freie begeben. Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Klaus Debus wurde in Zusammenarbeit mit seinen Stellvertretern Dirk Klein und Herbert Knipp und der Wehrführerin aus Sachsenberg ein Löschangriff eingeleitet und umgehend eine Drehleiter nachalarmiert.

Somit rückte die Feuerwehr Frankenberg mit der Drehleiter und dem Tanker zur Einsatzstelle aus. Die nachrückenden Wehren wurden um das Anwesen verteilt in Stellung gebracht und eine Riegelstellung errichtet, um den Wohntrakt vor den Flammen zu schützen. Zu diesem Zeitpunkt war der wirtschaftliche Teil des Wohnhauses, in dem wohl auch der Brand ausgebrochen war, bereits durch die Flammen völlig zerstört. Ein großer Vorteil um die Brandausbreitung einzudämmen bot die Brandschutzwand im Gebäude. Zur Kontrolle wurden Dachhaut und Wandverkleidung aufgerissen. Um dem Löschwasser die Oberflächenspannung zu nehmen, damit es besser in die Holzkonstruktion eindringen kann, wurde Netzmittel beigemischt. Die Kläranlagenwärter wurden für den Fall einer Verunreinigung des Abwassers informiert, glücklicherweise blieb eine Verunreinigung aus.

Um ausreichend Atemschutzgeräte vorweisen zu können, wurde der Gerätewagen-Logistik aus Frankenberg nachalarmiert. Gegen 23.31 Uhr konnte "Feuer aus" gemeldet und mit Nachlöscharbeiten begonnen werden. Teilweise rückten die Wehren wieder ab und gegen 2 Uhr war der Einsatz beendet. Die Kameraden der Feuerwehr Sachsenberg blieben jedoch zur Brandwache vor Ort.

Die Kriminalpolizei wurde zur Brandursachenermittlung herangezogen und schätzt den Schaden auf über 100.000 Euro. Obwohl der Wohntrakt vor den Flammen weitestgehend verschont blieb, ist das Gebäude unbewohnbar. Die großen Mengen Löschwasser weichten den Lehm auf, der in Decken und Wänden verbaut wurde. Teilweise waren während des Einsatzes die Decken bereits eingestürzt. Bürgermeister Henning Scheele war vor Ort um sich ein Bild der Lage zu machen und erkundigte sich nach den Bewohnern, die untergebracht werden konnten. Laut Henning Scheele sei es das Wichtigste, dass niemand zu Schaden gekommen sei und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte so gut funktioniere. Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor war vor Ort. Während der Einsatzarbeiten waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort. Eine Versorgung mit Heißgetränken stellten die Nachbarn zur Verfügung. Eine Schadenshöhe liegt derzeit nicht vor. Herbert Knipp versorgte als Feuerwehrsprecher während des Einsatzes die Presse laufend mit Informationen.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 15. April 2020 um 12:08 Uhr

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