Übung zum Hochwasserschutz: Helfer arbeiten Hand in Hand

Montag, den 14. September 2015 um 15:55 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Unter anderem befüllten die Helfer während der Übung zahlreiche Sandsäcke. Unter anderem befüllten die Helfer während der Übung zahlreiche Sandsäcke. Fotos: Klaus Dieter Seibel/Feuerwehr Bad Wildungen-Wega

EDERTAL. 80 Helfer verschiedener Organisationen haben an einer großen Übung im ehemaligen Kieswerk in Mehlen teilgenommen: Dabei standen Tätigkeiten rund um den Hochwasserschutz im Mittelpunkt. Der für Katastrophenschutz zuständige Kreisbrandmeister Bernd Ochse zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf.

Unter der Überschrift Deichverteidigung trafen sich die 80 Helfer der Katastrophenschutzlöschzüge Bad Wildungen und Waldeck, des THW-Ortsverbandes Bad Wildungen, des DRK-Betreuungszuges im Kreisverband Bad Wildungen sowie die Kameraden der Feuerwehr Bad Arolsen mit dem Gerätewagen Logistik Hochwasser im ehemaligen Kieswerk in Edertal Mehlen zu der gemeinsamen Übung am Samstag.

In dem von Reinhold Best (Feuerwehr), Björn Münch (THW) und Kai Scheller (DRK) ausgearbeiteten Einsatzszenario galt es, die einzelnen Komponenten im Hochwassereinsatz aufzubauen und sicher abzuarbeiten. Johannes Seidl, Fachbeauftragter für Hochwasser im DRK Bad Wildungen, leitete die Übung fachlich an.

Unter anderem übten die Helfer die Anfahrt zum Einsatzort im geschlossenen Verband, den Aufbau und Betrieb der in Bad Wildungen stationierten Sandsackfülleinrichtung, den Transport von Sandsäcken zur Verbaustelle, Deicherhöhung durch den Verbau von Sandsäcken, das Abpumpen von Sickerwasser sowie die Verpflegung, den Verpflegungstransport und die Betreuung von Einsatzkräften.

Wie wichtig das Zusammenspiel der einzelnen Fachdienste gerade im Hochwassereinsatz ist, betonte Reinhold Best in der Abschlussbesprechung. Regelmäßige Übungen würden die Voraussetzungen schaffen, dass die Einsatzkräfte den Herausforderungen im Einsatzfall gewachsen seien.

Hintergrund
Mit der in Bad Wildungen stationierten Sandsackfülleinrichtung ist es möglich, mit dem Personal eines Löschzuges in einer Stunde etwa 600 Sandsäcke zu füllen und zum Transport auf Paletten zu verladen. Für den Ersteinsatz verfügt der THW-Ortsverband Bad Wildungen zudem über 500 gefüllte Sandsäcke, die mit dem Lkw mit Ladekran auch an schwer zugängliche Stellen transportiert werden können. Der in Bad Arolsen stationierte Gerätewagen Logistik Hochwasser des Landes Hessen verfügt nicht zuletzt über die nötigen Pumpkapazitäten, um eindringendes Wasser wieder zurück zu pumpen. Sämtliche Komponenten stehen auch für den überörtlichen Einsatz zur Verfügung und können über die Leitstelle Waldeck-Frankenberg angefordert werden.

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Zuletzt geändert am Montag, den 14. September 2015 um 17:13 Uhr