Motorradrennen: Krad rast in Zuschauer

Sonntag, den 16. September 2007 um 11:11 Uhr Verfasst von  Dennis Schmidt

BATTENBERG. Ein Krad ist beim historischen Motorradrennen in die Zuschauer gerast. Ein Streckenposten wurde schwer verletzt.

Der Absperrposten, bei dem es sich um einen 53 Jahre alten Feuerwehrmann aus Battenberg handelt, zog sich einen Beinbruch zu. Er war mit voller Wucht von einer Ducati getroffen worden, die nach dem Sturz ihres 43 Jahre alten Fahrers aus Marburg von der Fahrbahn abgekommen und in die Zuschauer gerast war.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Frankenberger Polizei gegen 16.15 Uhr im Bereich der Landesstraße 3478 und dem Abzweig zur Straße Am Bahnhof. Der Marburger habe sich vermutlich entgegen der Rennregeln zurückfallen lassen. Auf einem Gefällstück habe er dann wieder beschleunigt, um auf die vorausfahrende und von einem Polizeimotorrad angeführte Gruppe aufzuschließen, teilte ein Beamter der Frankenberger Polizei am Sonntagabend mit. Als der 43-Jährige die Gruppe erreicht und abgebremst habe, passierte es: Der Ducati-Fahrer verbremste sich und kam zu Fall. Sein Krad schleuderte weiter und traf den hinter der Absperrung stehenden Feuerwehrmann mit voller Wucht. Ein 25 Jahre alter Zuschauer aus Frankenberg kam mit einer Prellung am Arm davon. Der Kradfahrer blieb unverletzt.

Nach der Erstversorgung des 53-Jährigen durch den Frankenberger Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens lieferten die Helfer den Mann ins Frankenberger Krankenhaus ein. Von hier aus wurde er am Abend nach Marburg verlegt, teilte der Battenberger Wehrführer Dirk Bienhaus mit. Seine Wehr und die Kameraden aus Battenfeld hatten gemeinsam mit der Polizei die Verkehrsregelung während der historischen Veranstaltung des Motorsportclubs Battenberg inne.

Nach dem Zwischenfall, der sich in der sogenannten offenen Klasse ereignete, wurde das Rennen abgebrochen. Bereits am frühen Sonntagnachmittag gegen 13.30 Uhr war in der Marktstraße am Ortsrand von Battenfeld ein Teilnehmer des Rennens mit einer NSU Max aus ungeklärter Ursache gestürzt. Der 51-Jährige aus Eschborn zog sich leichte Verletzungen zu und wurde ambulant behandelt, an seiner 1955 gebauten Maschine entstand ein Schaden an der Stecklenker-Achse, wie die Polizei berichtete.