Reetgedecktes Haus brennt komplett nieder - Hoher Sachschaden

Mittwoch, den 17. Oktober 2018 um 08:38 Uhr Verfasst von  Marvin Schreck
Am 16. Oktober 2018 brannte ein mit Reet gedecktes Haus in Burgwald komplett nieder Am 16. Oktober 2018 brannte ein mit Reet gedecktes Haus in Burgwald komplett nieder Fotos: 112 Magazin/Schreck

BURGWALD. Das reetgedeckte Haus am Ortseingang von Burgwald (Waldeck-Frankenberg) in der Ringstraße 31 brannte am Dienstagabend komplett nieder - 100 Einsatzkräfte rückten an.

Ein aufmerksamer Autofahrer bemerkte Rauchentwicklung aus dem Reet neben dem Schornstein, hielt an und meldete dies der Leitstelle Waldeck-Frankenberg. Unter dem Alarmkürzel „F3", brennt Reetdachhaus in Burgwald, wurden die Großgemeinde Burgwald, so wie die Drehleiter und der Tanker aus Frankenberg, eine Streife und ein RTW zum Einsatzort alarmiert.

Der Melder ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Birkenbringhausen und versicherte sich, ob noch Personen im Haus waren. Dies war auch der Fall; somit wies er die Personen auf den entstehenden Brand hin und alle verließen das Haus. Die bisherigen Eigentümer waren dabei das Haus leerzuräumen, der Kaufvertrag war bereits unterschrieben, Schlüsselübergabe sollte am Mittwoch sein.

Etwa 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren trafen nach und nach an der Einsatzstelle ein. Unter Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Francisco Ayora Escandell wurden fünf C-Rohre und die Drehleiter für den Außenangriff in Stellung gebracht. Zur gleichen Zeit gingen drei Trupps unter Atemschutz ins Gebäude vor. Diese Versicherten sich, dass sich keine weiteren Personen mehr im Haus befanden, sorgten für Lüftungsmöglichkeiten, in dem sie Fenster öffneten und begannen mit der Brandbekämpfung von innen.

Während der Löscharbeiten wurde die EGF über den Einsatz benachrichtigt. Grund dafür war, dass das Trinkwassernetz, aus dem die Feuerwehren ihr Löschwasser beziehen, zum Teil von Frankenberg gespeist wird. Um ausreichen Löschwasser zur Verfügung stellen zu können, wurde der Druck erhöht um so mehr Wasser nach Burgwald fördern zu können. Das führte allerdings dazu, das ein Schlauch platzte. Um weitere Schäden zu vermeiden, wurde ein Druckminderer dazwischen geschaltet. Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Burgwald stellten zudem Absperrbarken auf und sicherten somit die Einsatzstelle. Auch Bürgermeister Lothar Koch verschaffte sich vor Ort ein Bild der Lage.

Die Löscharbeiten wurden durch die dicken Reetschichten erschwert, da das Löschwasser kaum zum Brandherd durchdringen konnte. Über den Wasserwerfer der Drehleiter wurde zusätzlich Schaummittel abgegeben. Während der Brandbekämpfung griff das Feuer auf das angrenzende Carport , mit darüber liegender Wohneinheit über, welches durch eine Trennwand mit dem Hauptgebäude verbunden war. Hier versuchte man zuvor die Trennwand mittels Kettensäge einzureißen, allerdings ohne Erfolg. Auch das Nebengebäude war mit Reet eingedeckt.

Da mit der Zeit die Atemschutzgeräte knapp wurden, musste der Gerätewagen-Atemschutz und Logistik aus Korbach nachalarmiert werden.

Während des Einsatzes war der stellvertretende Kreisbrandinspektor mit vor Ort. Die Schadenshöhe, die an dem in den 60er Jahre erbauten Haus entstand, steht noch nicht fest, sagte Pressesprecher Karl-Heinz Bornscheuer, der die Medien während des Einsatzes mit aktuellen Informationen versorgte. (112-magazin)

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 18. Oktober 2018 um 09:02 Uhr